Hamburg AirportVerantwortung Energie und Mobilitätskonzept
Umwelt

Energie und Mobilitätskonzept

Vorfeld Hamburg Airport

Hamburg Airport ist wie eine „Stadt in der Stadt“. Zum Flughafenbetrieb gehören mehr als 100 Gebäude und Hunderte Fahrzeuge am Boden. Um den Energieverbrauch und die CO2-Emissionen des Flughafenbetriebs nachhaltig zu senken, setzt Hamburg Airport auf Innovationen und betriebliche Umstellungen.

Der Bezug CO2-neutralen Stroms, energieeffiziente Verbesserungen bei technischen Anlagen und Beleuchtung sowie klimafreundliche Lösungen im Fuhrpark haben großen Einfluss auf den betrieblichen CO2-Fußabdruck des Flughafens. Durch eigene Maßnahmen hat Hamburg Airport seine jährlichen CO2-Emissionen seit dem Jahr 2009 um 71 Prozent (Stand: März 2021) reduziert. Durch weitere Maßnahmen wie eigene Waldprojekte in Kombination mit Ausgleichszertifikaten kann der jährliche CO-Fußabdruck des Flughafenbetreibers bis Ende 2021 um 84 Prozent (gegenüber 2009) verringert werden. Langfristig ist es das Ziel, gänzlich auf den Ausstoß von Kohlendioxid zu verzichten.

Der Energieverbrauch am Hamburg Airport wird unter anderem durch die über 100 Gebäude bestimmt, von denen viele aufgrund ihrer Dimension und Funktion sehr energieintensiv sind. Auch nachts ergibt sich ein hoher Energiebedarf, da Instandhaltungsmaßnahmen an Flugzeugen durchgeführt werden. Hinzu kommt der Betrieb der Befeuerungsanlagen der Start- und Landebahnen, der Rollwege sowie der Vorfelder.

Strom aus klimaneutralen Quellen

Ein Teil des vor Ort benötigten Stroms bezieht der Flughafen von externen Energieversorgern. Zur Reduktion der bei der Erzeugung dieses Stroms entstehenden CO2-Emissionen setzt Hamburg Airport auf die Beschaffung von nachweislich klimaneutral erzeugtem Strom. Seit 2015 werden 100% der vom Flughafen eingekauften Elektrizität klimaneutral erzeugt.

Blockheizkraftwerk und Thermolabyrinth

Ca. 50 Prozent des Bedarfs an Wärme und Strom am Flughafen werden durch das flughafeneigene erdgasbetriebene Blockheizkraftwerk abgedeckt. Zur umweltfreundlichen Klimatisierung der Terminalgebäude wird darüber hinaus ein sogenanntes Thermolabyrinth genutzt. Darin herrscht durch die natürliche Erdwärme in rund 12 Meter Tiefe ganzjährig eine konstante Temperatur von ca. 10 bis 12°C. Im Sommer wird die angesaugte Außenluft hier vorgekühlt, im Winter vorgewärmt. Dadurch wird die erforderliche Leistung der Klimaanlagen gesenkt, die Emission von bis zu 400 Tonnen CO2 pro Jahr wird vermieden. Terminal 1 besitzt außerdem eine Regenwassernutzungsanlage zur Wasserversorgung sämtlicher Wasserspülungen im sanitären Bereich. Diese kann zwischen 6.000 und 10.000 m3 Trinkwasser durch Regenwasser ersetzen.

umweltfreundliche-fahrzeugflotte

Hamburg Airport mit „grüner“ Flotte

Jedes neu angeschaffte Fahrzeug am Hamburg Airport muss seit 2013 grundsätzlich mit einem alternativen und umweltfreundlichen Antriebssystem ausgestattet sein, sofern der Markt wirtschaftlich und technisch vernünftige Alternativen bereitstellt. Konventionelle Varianten mit Diesel- oder Benzinantrieb kommen nur noch in begründeten Einzelfällen und für Spezialmaschinen zum Einsatz.

Nahezu 100 % der Fahrzeuge auf dem Vorfeld fahren mit alternativen Antrieben und Kraftstoffen (inkl. synthetischem Diesel) – dieses Ergebnis und die Diversität der unterschiedlichen Antriebsarten machen den Flughafen zur Referenz für die Mobilität der Zukunft. Als weltweit erster Flughafen betreibt Hamburg Airport seit Ende 2016 alle dieselbetriebenen Fahrzeuge mit einem synthetischen, emissionsarmen Kraftstoff.

  • Gepäckschlepper-Flotte: 100 % Erdgas- und bald H2-Antrieb
  • Dieselflotte: 100 % synthetischer Kraftstoff
  • Solartreppen für das Flugzeug-Boarding
  • PKW mit Elektro- und H2-Brennstoffzellen-Antrieb

Diesel-Flotte: Betrieb mit synthetischem Kraftstoff 

Nach intensivem Testbetrieb hat Hamburg Airport Ende 2016 seine Betriebstankstelle für den rund 200 Fahrzeuge umfassenden dieselbetriebenen Fuhrpark auf synthetischen Dieselkraftstoff nach DIN EN 15940 umgestellt. Durch den Einsatz dieses innovativen Kraftstoffs werden sowohl die Schadstoffemissionen der dieselbetriebenen Fahrzeuge und Geräte als auch deren CO2-Emissionen drastisch verringert. Hamburg Airport ist der erste internationale Flughafen weltweit, der diesen synthetischen Kraftstoff für seine gesamte Flotte nutzt. Die Umstellung auf den Alternativkraftstoff ist eine ergänzende Maßnahme, da er für die überwiegend dieselbetriebenen Spezialfahrzeuge - ebenso wie für die dieselbetriebenen PKW, LKW und Busse, die schrittweise ersetzt werden - eine ideale Übergangsversorgung darstellt.

Forschungsprojekte für synthetisches Kerosin

Hamburg Airport setzt sich für den Einsatz von grünen Kraftstoffen ein – sowohl am Boden als auch in der Luft: Gemeinsam mit der Raffinerie Heide und Lufthansa wurde im Februar 2019 der Startschuss für den Testlauf und die spätere Anwendung von synthetischem Kerosin „KEROSyN100“ gegeben. Hergestellt wird der grüne Treibstoff für Flugzeuge aus überschüssiger, regional erzeugter Windenergie. 




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