Hamburg Airport Energie am Hamburg Airport
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Energie am Hamburg Airport

Der Energieverbrauch am Hamburg Airport wird unter anderem durch die über 100 Gebäude bestimmt, von denen viele aufgrund ihrer Dimension und Funktion sehr energieintensiv sind. Auch nachts ergibt sich ein hoher Energiebedarf, da Instandhaltungsmaßnahmen an Flugzeugen durchgeführt werden. Hinzu kommt der Betrieb der Befeuerungsanlagen der Start- und Landebahnen, der Rollwege sowie der Vorfelder.

Strom aus klimaneutralen Quellen

Ein Teil des vor Ort benötigten Stroms bezieht der Flughafen von externen Energieversorgern. Zur Reduktion der bei der Erzeugung dieses Stroms entstehenden CO2- Emissionen setzt Hamburg Airport auf die Beschaffung von nachweislich klimaneutral erzeugtem Strom. Seit 2015 werden 100% der vom Flughafen eingekauften Elektrizität klimaneutral erzeugt.

Blockheizkraftwerk und Thermolabyrinth

Ca. 50 Prozent des Bedarfs an Wärme und Strom am Flughafen werden durch das flughafeneigene erdgasbetriebene Blockheizkraftwerk abgedeckt. Zur umweltfreundlichen Klimatisierung der Terminalgebäude wird darüber hinaus ein sogenanntes Thermolabyrinth genutzt. Darin herrscht durch die natürliche Erdwärme in rund 11m Tiefe ganzjährig eine konstante Temperatur von ca. 10 bis 12°C. Im Sommer wird die angesaugte Außenluft hier vorgekühlt, im Winter vorgewärmt. Dadurch wird die erforderliche Leistung der Klimaanlagen gesenkt, die Emission von bis zu 400 Tonnen CO2 pro Jahr wird vermieden. Terminal 1 besitzt außerdem eine Regenwassernutzungsanlage zur Wasserversorgung sämtlicher Wasserspülungen im sanitären Bereich. Diese kann zwischen 6.000 und 10.000 m3 Trinkwasser durch Regenwasser ersetzen.

umweltfreundliche-fahrzeugflotte

Mobilitätskonzept 2020 + 2025

Hamburg Airport mit „grüner“ Flotte

Seit Sommer 2013 setzt Hamburg Airport das „Mobilitätskonzept 2020“ um. Es sieht vor, bis Ende 2020 mindestens 50 Prozent des Fuhrparks auf Fahrzeuge mit alternativen Antrieben umzustellen. Jedes neu angeschaffte Fahrzeug am Hamburg Airport muss seit 2013 grundsätzlich mit einem alternativen und umweltfreundlichen Antriebssystem ausgestattet sein, sofern der Markt wirtschaftlich und technisch vernünftige Alternativen bereitstellt. Konventionelle Varianten mit Diesel- oder Benzinantrieb kommen nur noch in begründeten Einzelfällen und für Spezialmaschinen zum Einsatz. Schon jetzt ist das Ziel weit übertroffen: Inzwischen fahren bereits über 80 Prozent des umstellungsfähigen Fuhrparks mit alternativen Antrieben. Im neuen „Mobilitätskonzept 2025“ knüpft Hamburgs Flughafen mit weiteren innovativen Technologien an die bisherigen Erfolge an.

Diesel-Flotte: Betrieb mit synthetischem Dieselkraftstoff 

Nach intensivem Testbetrieb hat Hamburg Airport Ende 2016 seine Betriebstankstelle für den rund 200 Fahrzeuge umfassenden dieselbetriebenen Fuhrpark auf synthetischen Dieselkraftstoff nach DIN EN 15940 umgestellt. Durch den Einsatz dieses innovativen Kraftstoffs werden sowohl die Schadstoffemissionen der dieselbetriebenen Fahrzeuge und Geräte als auch deren CO2-Emissionen drastisch verringert. Hamburg Airport ist der erste internationale Flughafen weltweit, der diesen synthetischen Kraftstoff für seine gesamte Flotte nutzt. Die Umstellung auf den Alternativkraftstoff ist eine ergänzende Maßnahme zum Mobilitätskonzept 2020, da er für die überwiegend dieselbetriebenen Spezialfahrzeuge - ebenso wie für die dieselbetriebenen PKW, LKW und Busse, die schrittweise ersetzt werden - eine ideale Übergangsversorgung darstellt.

Forschungsprojekte für synthetisches Kerosin

Hamburg Airport setzt sich für den Einsatz von grünen Kraftstoffen ein – sowohl am Boden als auch in der Luft: Gemeinsam mit der Raffinerie Heide und Lufthansa wurde im Februar 2019 der Startschuss für den Testlauf und die spätere Anwendung von synthetischem Kerosin „KEROSyN100“ gegeben. Hergestellt wird der grüne Treibstoff für Flugzeuge aus überschüssiger, regional erzeugter Windenergie. Zusätzlich unterstützt Hamburg Airport das Projekt „GreenPower2Jet“.




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Thomas Bruns
Fluglärmtechnik, Mobilität, Alternative Antriebe
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Jan Eike Blohme-Hardegen
Stellvertretender Leiter Abteilung Umwelt
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