Airport Security
Die Zahl der Passagiere steigt fortlaufend. Immer mehr Menschen haben das Verlangen zu reisen, der Druck, immer weitere Entfernungen in kürzester Zeit zu ermöglichen, steigt.
Auch der Aspekt Luftsicherheit gewinnt zunehmend an Bedeutung. Für die Aviation Security sind mehrere Instanzen verantwortlich. Um die Sicherheit zu gewährleisten, sind die Aufgaben unter allen Beteiligten klar verteilt.
Die ICAO (International Civil Aviation Organization) legt Grundsätze und Richtlinien in der Zivilluftfahrt fest, diese werden wiederum durch die EU verordnet und durch nationale Gesetze umgesetzt.
Das Luftsicherheitsgesetz sorgt dafür, Gefahren vom Luftverkehr fernzuhalten. Auch die Flughafen Hamburg GmbH ist durch dieses Gesetz dazu verpflichtet, für die Sicherheit des Luftverkehrs zu sorgen.
Die Abteilung Flughafensicherheit ist u.a. zuständig für:
- Personen- und Warenkontrolle an Zugängen und Zufahrten zum Sicherheitsbereich
- Prüfung, Vergabe und Verwaltung von Flughafenausweisen und Fahrgenehmigungen für Besucher, sowie das Personal
- Objektschutz
- Prüfung und Ausgabe von Schlüsseln sowie Vergabe von Zutrittsberechtigungen
- Kontrolle der Grenzen zum Sicherheitsbereich (§8 LuftSiG Grenzen)
- Dokumentation und Hilfestellung bei Unfällen
- Planung von Sicherheitsprozessen und der Sicherheitsinfrastruktur sowie Durchführung von Sicherheitsmaßnahmen und Erstellung des Luftsicherheitsplans
- Benennung und Überprüfung von bekannten Lieferanten
Als Reaktion auf die Terror-Anschläge in New York vom 11. September 2001 beschlossen Europäisches Parlament und Rat gemeinsame Vorschriften für die Sicherheit in der Zivilluftfahrt. Diese wurden unmittelbar geltendes Recht, das von den Beteiligten am Luftverkehr zügig umgesetzt werden musste. Seit dem 1. Januar 2006 beinhaltet der sog. „Sensible Teil des Sicherheitsbereichs“ große Teile der Terminalanlagen, die gesamten Vorfeld- und Hangarbereiche sowie Teile des Frachtbereiches. Sie liegen somit „hinter“ den Kontrollstellen innerhalb der Terminalanlagen sowie hinter den Zufahrtswachen „Nordtor-Wache“, „Südtor-Wache“ sowie der Bedarfswache „Norderstedt“. Dies bedeutet, dass jede Person und alle mitgeführten Gegenstände nach §8 LuftSiG durchsucht und kontrolliert werden müssen, ehe ein Zugang zum Sensiblen Teil des Sicherheitsbereich gestattet werden kann. Für die Terminalbereiche erfolgen diese Kontrollen jeweils an einer der Kontrollstellen innerhalb des Terminals. Wer auf die Vorfeld- und Hangarbereiche einfahren möchte, wird an der Südtor-Wache, Nordtor-Wache oder der Wache Norderstedt kontrolliert. Hier werden zusätzlich auch die Fahrzeuge inklusive Ladung nach dem von der EU definierten Verfahren inspiziert. Mitarbeiter bzw. Besucher erhalten in der Ausweisstelle (Gebäude 235) ihren Dauer- oder Tagesausweis. Hilfsweise können Tagesausweise für Besucher auch außerhalb der Öffnungszeiten der Ausweisstelle an der Südtor-Wache oder Nordtor-Wache ausgestellt werden. Besucher müssen sich im Sicherheitsbereich immer in ständiger Begleitung eines Flughafenausweisinhabers befinden. Es dürfen pro Besucher und Monat maximal 5 Tagesausweise ausgestellt werden, insgesamt pro Jahr jedoch maximal 12 Tagesausweise. Die Flughafen Hamburg GmbH betreibt die Personal- und Warenkontrollstellen mithilfe eines Sicherheitsdienstleisters. Vor einem Zugang in den sensiblen Teil des Sicherheitsbereichs erfolgt durch diesen Dienstleister eine Personen- und Warenkontrolle sowie ggf. zusätzlich eine Fahrzeugkontrolle. Es befinden sich mehrere Personen- und Warenkontrollstellen in den Terminals. Für eine jeweils direkte Zufahrt zum Vorfeld bzw. der betrieblichen Umlaufstraße stehen die Südtor-Wache, die Nordtor-Wache sowie die Bedarfswache Norderstedt zur Verfügung. Damit die Kontrollen nach §8 LuftSiG zügig und ohne Beeinträchtigung der Betriebsabläufe durchgeführt werden können ist folgendes zu beachten: Dauerausweise sind für alle Personen erforderlich, die mehr als 12 Tage pro Kalenderjahr im Sensiblen Teil des Sicherheitsbereich des Flughafens Hamburg tätig sind, sowie Personen, die in der Transportkette der reglementierten Beauftragten und der reglementierten Lieferanten für Flughafenlieferungen eingebunden sind. Mindestvoraussetzung zum Erhalt eines Dauerausweises ist die Zuverlässigkeitsüberprüfung nach § 7 LuftSiG und der erfolgreiche Abschluss der Luftsicherheitsschulung nach LuftSiSchulV sowie ggf. weiterer Schulungen. Es gibt folgende Arten von Dauerausweisen: Bei der Ausstellung eines Ausweises sind grundsätzlich alle jeweils erforderlichen Schulungen nachzuweisen. Die Ausweise werden für 60 Monate kostenpflichtig ausgestellt. Sie werden ab dem jeweils zweiten Gültigkeitsjahr in einer kontinuierlichen, gleichmäßigen Jahresgebühr abgerechnet. In diesen Jahresgebühren sind sämtliche Kosten der jeweiligen Schulungen enthalten, unabhängig der Länge der Gültigkeitsdauer dieser Schulungen sowie, nach Ablauf der jeweiligen Gültigkeit, auch die Ausstellung eines neuen Ausweises. Für die Einhaltung von Fristen ist der jeweilige Ausweisinhaber eigenverantwortlich zuständig. Als unverbindlicher Service erfolgt eine automatisierte und personenbezogene Mailbenachrichtigung, für die jedoch keine Haftung und Gewähr übernommen wird. Werden Fristen versäumt, erfolgt systemseitig eine automatische Sperrung des jeweiligen Ausweises. Dauerausweise sind Eigentum der Flughafen Hamburg GmbH und sind jeweils auf Verlangen jederzeit zurückzugeben. Sie sind im Sicherheitsbereich stets sichtbar an der Oberbekleidung zu tragen. Sie dürfen keinesfalls missbräuchlich genutzt werden, um z.B. Zugang zu einem Luftfahrzeug, zum Zwecke einer Flugreise, zu erhalten. Auch das Überlassen eines Ausweises an andere Personen stellt eine Ordnungswidrigkeit / Straftat dar. Die Kosten der Ausweise variieren je nach Ausweisfarbe. Nähere Einzelheiten sind in der Entgeltordnung / Sonderleistungsverzeichnis definiert. Die Beantragung (im Original) und die Ausgabe erfolgt ausschließlich über bzw. in der Ausweisstelle (Gebäude 235). Es werden nur vollständig ausgefüllte Anträge bearbeitet. Tagesausweise sind erforderlich für Personen, die gelegentlich im Sensiblen Teil des Sicherheitsbereiches einer beauftragten Tätigkeit nachgehen bzw. sich im Sensiblen Teil des Sicherheitsbereich aufhalten. Diese Personen müssen ständig und unmittelbar von einer Person mit Dauerausweis begleitet werden. Der Zutritt wird für max. 5 Tage pro Monat, insgesamt jedoch für maximal 12 Tage pro Kalenderjahr gewährt. Der Antrag steht unten auf dieser Seite zum Download zur Verfügung. Er ist vom Antragsteller vollständig auszufüllen und rechtzeitig an die Ausweisstelle zusenden. Rechtzeitig ist der Antrag, wenn er mindestens 48 h vor dem Besuchstermin und zu den Öffnungszeiten der Ausweisstelle vorliegt. Die Beantragung, Ausgabe und ggfls. Hinterlegung erfolgt über bzw. in der Ausweisstelle (Gebäude 235). Hilfsweise können Tagesausweise auch außerhalb der Öffnungszeiten der Ausweisstelle an der Südtor-Wache oder Nordtor-Wache ausgestellt werden. Besucher müssen sich im Sicherheitsbereich immer in ständiger, durchgängiger Begleitung eines Dauerausweisinhabers befinden. Schlüsselkarten sind für Personen erforderlich, die ausschließlich im öffentlichen, landseitigen Bereich tätig sind (z. B. Shops) und Zugang zu Lagerräumen im hausrechtlich gesicherten Bereich benötigen. Zum Erhalt einer Schlüsselkarte ist weder die Zuverlässigkeitsüberprüfung nach § 7 LuftSiG, noch die Luftsicherheitsschulung nach LuftSiSchulV notwendig. Eine Schlüsselkarte wird jeweils personenbezogen in der Ausweisstelle ausgegeben und ist jeweils für 12 Monate freigeschaltet. Die Beantragung (im Original) und Ausgabe erfolgt in bzw. durch die Ausweisstelle (Gebäude 235). Es werden nur vollständig ausgefüllte Anträge bearbeitet. * Gebührenpflichtig lt. gültigem Entgeltordnung / Sonderleistungsverzeichnis der Flughafen Hamburg GmbH Eine Dauerfahrplakette ist für eine permanente Einfahrt eines KFZ in den Sensiblen Teil des Sicherheitsbereich erforderlich und ist jeweils für ein Kalenderjahr bzw. bis zum Ablauf der Versicherung gültig. Es wird zwischen Plaketten für die Flugbetriebsflächen vom Betriebsbereich Nord bis zum Gebäude der DFS (gelb) sowie dem gesamten Sicherheitsbereich (grün) unterschieden. Die Beantragung und Ausgabe erfolgt in der Ausweisstelle (Gebäude 235) und kann nur in Verbindung mit einer aktuellen Versicherungsbescheinigung, mit einer Deckungssumme von 100Mio. erfolgen. Auf dieser Bescheinigung muss ein Einsatz des Fahrzeuges auf dem Vorfeld / Flugbetriebsflächen, sowie mögliche Beschädigung an und mit LFZ bestätigt werden. Es werden nur vollständig ausgefüllte Anträge bearbeitet. Eine Tagesfahrplakette ist zur temporären Einfahrt eines Fahrzeugs (z.B. Ersatzwagen) in den Sensiblen Teil des Sicherheitsbereich erforderlich. In Verbindung mit einem Tagesausweis ist eine Tagesfahrplakette nur nutzbar, wenn eine ständige Begleitung des Besuchers durch einen Dauerausweisinhaber sichergestellt ist. Die Tagesfahrplakette ist stets von außen gut sichtbar an dem jeweiligen KFZ anzubringen. Fahrzeuge mit ungültigen, abgelaufenen oder nicht sichtbaren Plaketten werden auf Kosten des Halters aus dem Sicherheitsbereich entfernt. Die Beantragung und Ausgabe erfolgt in der Ausweisstelle (Gebäude 235). Hilfsweise können Tagesfahrplaketten auch außerhalb der Öffnungszeiten der Ausweisstelle an der Südtor-Wache oder Nordtor-Wache ausgestellt werden. Nähere Einzelheiten sind in den VZR – Verkehrs- und Zulassungsregeln definiert. * Gebührenpflichtig lt. gültigem Sonderleistungsverzeichnis der Flughafen Hamburg GmbH
Zugang zum Sicherheitsbereich des Hamburg Airport
Dauerausweis*
Tagesausweis*
Schlüsselkarte*
Dauerfahrplaketten*
Tagesfahrplaketten*
Wenn Sie nicht mehr als 12 Tage pro Kalenderjahr im kontrollierten Betriebs- und Sicherheitsbereich beruflich tätig sind, finden Sie hier alle notwendigen Informationen:
Sie wollen zukünftig am Flughafen Hamburg arbeiten und benötigen einen dauerhaften Zutritt zum kontrolliertem Betriebs- und Sicherheitsbereich? Dann finden Sie hier alle Anträge:
Formulare zum Download:
So finden Sie uns:
Der Bearbeitungszeitraum einer Zuverlässigkeitsüberprüfung beträgt in den meisten Fällen zwischen 6 bis 8 Wochen. Sobald Ihre Überprüfung von der Behörde abgeschlossen wurde, erhalten Sie Ihr Ergebnis an Ihre angegebene Postanschrift. Wenn Sie schon an einem anderen deutschen Flughafen tätig waren und schon über eine Zuverlässigkeitsüberprüfung verfügen, können Sie diese von der Behörde in Hamburg anerkennen lassen. Eine Zutrittsberechtigung benötigen Sie nur, wenn Sie auch physisch den "sensiblen Teil des Sicherheitsbereiches“ betreten müssen. Eine Zuverlässigkeitsüberprüfung benötigen Sie auch für viele „externe“ Dienstleitungen (z. B. in der Sicheren Lieferkette). Der Antrag auf Zutrittsberechtigung darf nur eingereicht werden, wenn Ihnen schon ein aktueller Bescheid über Ihre Zuverlässigkeit aus einem anderem Bundesland vorliegt. Sie beantragen mit dem Formular einen ergänzenden Zutritt für den Hamburger Flughafen. Wenn Sie ihren Ausweis verlieren, ist dieses sofort der Ausweisstelle oder der Leitstelle Sicherheit unter der Telefonnummer +49 (0)40 5075 6110 zu melden. Ja. Zur Reglementierung der Mitnahme erhält jeder Antragsteller in der Ausweisstelle nach Beantragung eine Bescheinigung für berufstypisches Werkzeug.
FAQ - Airport Security:
Die Zusammenlegung von Preisen für Ausweise und Schulungen vereinfachen zum einen die Abrechnung auf beiden Seiten und zum anderen stellt es sicher, dass jedem Ausweis die notwendigen Sicherheitsschulungen zugeordnet sind. Die roten Ausweise weisen nicht mehr nur aus, dass alle Betriebsflächen betreten werden dürfen, sondern enthalten neuerdings auch die Vorfeldfahrgenehmigung. Die gelben Ausweise gelten neuerdings für alle Betriebsflächen, zeigen aber auch, dass das Befahren nicht gestattet ist. Nur der rote FHG Ausweisinhaber erhält auch einen Vorfeldführerschein. Beide Ausweisfarben bedürfen ab dem 01.03.2022 einer ZÜP (Zuverlässigkeitsüberprüfung) sowie einer Luftsicherheitsschulung. Für diesen Sonderfall gibt es Schlüsselkarten, die den Mitarbeiter als nicht überprüfte Person ausweisen, aber den Zugang zu öffentlich gelegenen Räumen gewähren. Der Preis liegt hierbei analog der grünen und grauen Ausweise, da diese priorisiert genutzt werden sollen. Ja, entweder dann, wenn sich etwas ändert (ZÜP, Schulung, etc.) oder wenn die Firma zu einem Tausch aufgefordert wurde/wird. Jeder Ausweisträger ist eigenverantwortlich für die Einhaltung der Schulungsintervalle zuständig. Neuerdings werden als Beispiel Tagesausweise sowie Auswertung oder Verlustgebühren erhoben. Alle Angaben, sind im Sonderleistungsverzeichnis aufgeführt. Diese ist nur noch 2 Jahre gültig. Die Luftsicherheitsschulung bedarf erweiterter Inhalte, so dass auch der Zeitbedarf gestiegen ist. Die Luftsicherheitsschulung ist mit einer Lernzielerfolgskontrolle ausgestattet. Nein, alle Sicherheitsschulungen werden künftig nur noch als Web-based-Training (WBT) angeboten. Kosten aller für den jeweiligen Ausweis erforderlichen Schulungen (Erstschulung und Refresher) sind in den Kosten des Ausweises inkludiert und werden nicht mehr gesondert abgerechnet. Nur über eine personenbezogene Mailadresse kann der Lernende zur Schulung aufgefordert werden. Sämtliche Kosten für die Ausweise und die entsprechenden Schulungen wurden zusammengelegt und kombiniert. Sie werden zukünftig anteilig für jeweils 12 Monate pauschaliert abgerechnet. Bei Verlust eines Dauerausweises ist ein neuer, codierter Dauerausweis erforderlich. In diesem Fall wird die jeweilige Jahresgebühr „Folgejahr“ in Rechnung gestellt. Die Gültigkeit dieses neuen Dauerausweises beträgt ab der Ausstellung volle 12 Monate. Hierbei ist zu beachten, dass sich die Gültigkeit der Schulungen nicht ändert. D.h. ein „gültiger“ Ausweis kann sich trotzdem sperren, wenn eine entsprechende Schulung überfällig ist. Bestehende Ausweise behalten so lange ihre Gültigkeit, bis eine „Änderung“ eintritt. Eine Änderung kann z.B. eine abgelaufene Schulung sein, eine Änderung der Tätigkeit, Qualifikation, Abteilung oder Firma. Eine Änderung kann auch ein Ablaufen der Zuverlässigkeit nach §7 LuftSiG oder des Ausweises sein. Zum 31.12.2021 traten einige Änderungen im EU-Recht und damit in dem sog. Nationalen Luftsicherheitsprogramm in Kraft. Hierbei müssen auch wir als Flughafen unter vielen weiteren Punkten und Aspekten "geeignete interne Bestimmungen und Maßnahmen zur Sensibilisierung der Mitarbeiter und zur Förderung der Sicherheitskultur" erlassen. In diesem Zusammenhang und in Abstimmung mit der zuständigen Aufsichtsbehörde wurde erkannt, dass wir Personen, die einen offiziellen Ausweis der Flughafen Hamburg GmbH (FHG) tragen, den Flughafen repräsentieren und damit in der Öffentlichkeit dadurch eine gewisse Garantenfunktion als Mitglied des „HAM Airport“ haben. Daraus resultiert die Forderung, dass zukünftig auch alle diese FHG-Ausweisträger entsprechend nach § 7 LuftSiG überprüft und einschlägig geschult sein müssen. Wer keinen offiziellen FHG-Ausweis will oder auch nicht braucht, kann alternativ eine sog. "personalisierte Schlüsselkarte" beantragen, um darüber den Zugang zu Betriebsgeländen (z.B. grüne Ausweise HACC), sowie Zugang in die Gebäude / Ebenen und ggf. in die Mietbereiche zu bekommen. Für alle Ausweise der Flughafen Hamburg GmbH ist als Mindestvoraussetzung die Schulung nach Kapitel 11.2.6 des sog. „Nationalen Luftsicherheitsprogramms“ zu absolvieren. Diese Schulung bietet u.a. der Flughafen Hamburg als WBT – Web Based Training an. Diese Schulung wurde gemäß EU-Vorgabe zum 01.01.2022 um den Punkt „Sicherheitskultur“ erweitert. Wer keinen offiziellen FHG-Ausweis will oder auch nicht braucht, kann alternativ eine sog. "personalisierte Schlüsselkarte" bei der Ausweisstelle beantragen, die die benötigten Freischaltungen zu den landseitigen, betrieblich genutzten Flächen, wie z.B. Büroräumen ermöglicht. Der Flughafen Hamburg bietet ausschließlich die Schulung nach Kapitel 11.2.6 des sog. Nationalen Luftsicherheitsprogramms an. Diese Schulung wurde aufgrund einer Änderung im EU-Recht um das Thema „Sicherheitskultur“ ergänzt. Alle anderen Schulungen des Kapitels 11.2.x sind unabhängig davon und je nach Erfordernis und benötigter Qualifikation weiterhin in Eigenregie zu absolvieren. Es werden von der Flughafen Hamburg auch weiterhin externe Luftsicherheitszertifikate gemäß Ziffer 11.2.6 des sog. Nationalen Luftsicherheitsprogramms sowie darüber hinaus auch entsprechend „höherwertige“ Schulungszertifikate, wie z.B. die Schulung mit der Ziffer 11.2.3.5, anerkannt. Es ist vorgesehen, dass diese „personalisierte Schlüsselkarte auch für die Kantine genutzt werden kann.
Q&A - neue Ausweisordnung ab dem 01.03.2022:
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Hamburg Airport Ground Handling - We Are Your Ground Power!
Zum Ground Handling oder zu den Bodenverkehrsdiensten zählen alle Dienstleistungen im Rahmen der Bodenprozesse bei der Abfertigung von Flugzeugen, Passagieren und Fracht.
Zu den Bodenverkehrsdiensten, die von der HAM Ground Handling angeboten werden gehören zum Beispiel Flugzeugbeladung und -entladung, Flugzeuginnenreinigung, Pushback, Bustransfers, Passagier-Handling. Die Leistungen werden durch die operativen Einheiten GroundSTARS, CATS, STARS erbracht, die unter dem Dach der HAM Ground Handling als selbständige Tochtergesellschaften organisiert sind. Paketangebote an Airlines werden zusammen mit der AHS HAM dargestellt.
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A-CDM
Das Airport Collaborative Decision Making (A-CDM) ist ein europäisches Konzept mit dem Ziel, die am Flughafen ablaufenden Bodenprozesse zu verbessern. Die Basis hierfür bildet ein intensiver Informationsaustausch zwischen Flughafenbetreiber, Flugzeugbetreiber, Abfertigungsunternehmen, Bodenverkehrsdiensten, der Deutschen Flugsicherung (DFS) und Eurocontrol.
Die Ziele des Airport CDM-Verfahrens am Hamburg Airport sind die Optimierung des operativen Umdrehprozesses (turnaround), ein bestmöglicher Ressourceneinsatz und eine bessere Pistenauslastung. Diese Ziele werden anhand qualitativ hochwertiger Planankunftszeiten, validierter Planabflugzeiten sowie durch eine bessere Planbarkeit, Transparenz und Stabilität des Umdrehprozesses aller Flüge erreicht. Mit der Einführung des Airport CDM-Verfahrens in Hamburg wird die operationelle Zusammenarbeit zwischen den am Flugbetrieb mitwirkenden Gewerken am Hamburg Airport optimiert. Hierzu zählen insbesondere die folgenden Prozessbeteiligten: Hamburg Airport, Deutsche Flugsicherung (DFS), die in Hamburg verkehrenden Fluggesellschaften, Bodenverkehrsdienste, Network Manager Operations Center (NMOC). Durch die positiven Effekte auf das europäische Netzwerk fördern die CDM-Flughäfen einen möglichst effizienten Luftverkehr über Europa. Die Zusammenarbeit aller Prozesspartner führt auf jeder Seite zu den folgenden Vorteilen: Flughafenbetreiber: Airlines: Flugsicherung/NMOC: Bodenverkehrsdienste: Das A-CDM Verfahren besteht aus insgesamt 16 logisch aufeinander aufbauenden Prozessschritten. Die Grundlage bildet die Verfügbarkeit gleicher Informationen für alle Prozessbeteiligten zum gleichen Zeitpunkt, bezeichnet als „Information Sharing“ und eine daraus resultierende Common Situational Awareness. Wesentliche Merkmale von A-CDM sind: Nach erfolgreicher Testphase mit NMOC zählt der Flughafen Hamburg seit August 2017 als insgesamt sechster zu den voll implementierten Airport-CDM Flughäfen in Deutschland. 2012 wurde das Projekt Airport-CDM zwischen den Projektpartnern Flughafen Hamburg GmbH und der Deutschen Flugsicherung begonnen. In dieser Projektphase haben die Prozessbeteiligten neue Betriebsverfahren entwickelt, die gesamten Umdrehprozesse neu strukturiert, bestehende IT-Systeme teilweise durch Neuentwicklungen abgelöst und an die Anforderungen des Airport-CDM Prozesses angepasst. Nach erfolgreicher Testphase Anfang 2017 und der Vollimplementierung im August wird jetzt an der Weiterentwicklung von KPI-Konzepten, der fortlaufenden Anpassung an die lokalen Gegebenheiten und der netzwerkbedingten Einflüsse gearbeitet. Das Target Off-Block Time Verfahren beschreibt die Verantwortung, die Zuständigkeiten und die Meldewege für die Target Off-Block Time (TOBT). Die TOBT ist die Zielzeit, zu der alle Abfertigungsprozesse außer Pushback und Enteisung beendet sein müssen. Die TOBT ist die bestmögliche Vorhersage für die Aircraft Ready Time (ARDT). Das TOBT-Verfahren beginnt zum Zeitpunkt der frühesten Eingabemöglichkeit der TOBT 90 Minuten vor der Estimated Off-Block Time (EOBT) unter der Voraussetzung, dass die Flugplanüberprüfung erfolgreich abgeschlossen wurde. Beendet wird das TOBT-Verfahren mit dem Verlassen der Parkposition zum Zeitpunkt der Actual Off-Block Time (AOBT). Innerhalb dieses Verfahrens werden die folgenden Prozessdaten generiert und dem CSA-Tool/HAMSuITe zur Verfügung gestellt: Die Verantwortung für die Pflege der TOBT (Eingabe, Update und Löschung) liegt beim Airline Operator (AO). Durch den AO ist eine ausführende Stelle z.B. ein Groundhandler (GH) für die Pflege der TOBT zu benennen. Die Zuständigkeit muss eindeutig zugeordnet sein, da der für die TOBT verantwortliche Partner für die Richtigkeit der Information haftet. Der verantwortliche Partner muss die folgenden Informationen an die Verkehrszentrale der Flughafen Hamburg GmbH übermitteln: Die Daten werden in der zentralen Datenbank des Hamburg Airports als Stammdaten für die TOBT-Zuständigkeit hinterlegt. Das Common Situational Awareness-Tool (CSA-Tool) dient der Verteilung aller prozessrelevanten Informationen an die am A-CDM-Prozess beteiligten Partner und ermöglicht dem TOBT-Verantwortlichen die Eingabe, Änderung und Löschung der TOBT. Somit bildet das CSA-Tool einen wichtigen Prozessbestandteil zur Gewährleistung transparenter Prozesse. Das CSA-Tool ist eine webbasierte Anwendung. Mit Hilfe des CSA-Tools werden A-CDM-Prozessdaten bzw. -Prozessstatus airlinespezifisch erhoben und im CSA-Tool dargestellt. Für den Zugang zu dem CSA-Tool ist es erforderlich eine entsprechende Nutzungsvereinbarung zwischen CSA-Tool Nutzer und der Flughafen Hamburg GmbH abzuschließen. Das entsprechende Formular hierfür finden Sie in unserem Downloadbereich.
Allgemeine Informationen zu A-CDM
Partner
Dokumente zum Download
Open API
Mit unserer offenen Schnittstelle stellen wir Flugdaten für den externen Gebrauch zur Verfügung. Starten Sie mit der Nutzung in unserem Developer Portal.
Unsere Daten, Ihre eigene Reise!
Manche Projektideen können nicht mit unseren Systemen realisiert werden. Für solche Fälle stellen wir unsere Flugdaten kostenlos als öffentliche Programmierschnittstelle (Open API) zur Verfügung. So können eigene Projekte realisiert werden.
Folgende Daten stellen wir zur Verfügung:
• Ankunft Flugdaten
• Abflug Flugdaten
Darüber hinaus sind in der Business API weitere Daten verfügbar:
• Stammdaten Airlines
• Stammdaten Flugzeugtypen
• Stammdaten Flughäfen
Den genauen Aufbau der einzelnen Stamm- und Flugdaten können Sie der Dokumentation entnehmen.
So geht’s!
Für den Zugriff auf die Daten sind folgende Schritte auf unserem Developer Portal notwendig:
- Registrieren Sie sich mit einem Entwickler-Account.
- Legen Sie eine neue Applikation in der Applikations-Übersicht an. Sie erhalten für diese Applikation einen generierten Zugriffsschlüssel, der als Authentifizierung dient.
- Mit diesen Zugriffsschlüssel können Sie nun unsere verschiedenen Schnittstellen abfragen und erhalten diese als Daten zurück.
In der öffentlichen Schnittstelle können Sie gleitend bis zu 72 Stunden (3 Tage) Flugdaten laden. Jeweils einen Tag in die Zukunft, den aktuellen und gestrigen Tag. In der Business API stehen generell größere Daten zur Verfügung. Bei Interesse melden Sie sich bitte über das Kontaktformular. Nein. Eine Manipulation der Daten, beispielsweise durch Veränderung der Zeitstempel, ist untersagt. Die Daten dürfen selbstverständlich uneingeschränkt in verschiedenen Formen angezeigt werden. Der Inhalt darf aber nicht verändert werden. Einen Support für die öffentliche Schnittstelle kann aktuell leider nicht erbracht werden. Die Schnittstelle sollte im Normalfall einwandfrei funktionieren und ist auch ausreichend dokumentiert. Ein uneingeschränkter Zugriff auf die wird nicht gewährleistet. Die Open API (Schnittstelle) arbeitet mit einer REST Schnittstelle (REST API). Es können GET Requests an die API geschickt werden. Man bekommt dann Ressourcen (Flugdaten und Stammdaten) in Form von JSON zurückgemeldet. Die Informationen können dann im Zielsystem strukturiert verarbeitet werden. Die Open API und Business API sind beides PULL-Schnittstellen - man muss also immer aktiv Daten abfragen. JSON = JavaScript Object Notation REST = Representational State Transfer
Häufig gestellte Fragen