Hamburg AirportPresse Reisesommer 2022: Rasant gestiegene Nachfrage ist Herausforderung

Reisesommer 2022: Rasant gestiegene Nachfrage ist Herausforderung

Pressekonferenz Reisesommer 2022
Von links: Matthias von Randow, Hauptgeschäftsführer Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL), Ltd. Polizeidirektor Michael Schuol, Vizepräsident Bundespolizeidirektion Hannover und Michael Eggenschwiler, Vorsitzender der Geschäftsführung am Hamburg Airport
Pressekonferenz Reisesommer 2022

An Spitzentagen rund 50.000 Passagiere am Flughafen Hamburg erwartet / Check-in-Schalter, Terminals und Sicherheitskontrolle öffnen früher / Fluggäste sollten mehr Zeitpuffer einplanen

30.06.2022


Der Norden startet bald in die Sommerferien – ganz ohne Reisebeschränkungen, darauf haben viele Familien lange gewartet. Doch nach zwei Jahren Corona-Tief, Kurzarbeit und mit einer Nachfrage, die weitaus rasanter angestiegen ist als erwartet, sind die Folgen der Pandemie im Luftverkehr deutlich spürbar. Alle Beteiligten im weltweiten Luftverkehr kommen fast täglich an die Grenzen der aktuell verfügbaren Ressourcen. Hakt es an einer Stelle, wirkt sich dies auf alle folgenden Dienstleistungen aus. Zu besonders beliebten Flugzeiten, z.B. am frühen Morgen, sollten sich Reisende daher auf Wartezeiten einstellen, mehr Zeit einplanen sowie Online- und Automatenservices zum schnellen Einchecken nutzen. Vertreter von Flughafen, Bundespolizei und dem Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft erklärten heute am Hamburg Airport, vor welchen Herausforderungen die Branche in diesem Sommer steht.


Wenn in der kommenden Woche die Sommerferien in Schleswig-Holstein und Hamburg beginnen, wird es zeitweise sehr voll in den Terminals: In den beiden ersten Ferienwochen erwartet Hamburg Airport jeweils rund 300.000 Passagiere – das entspricht über 70 Prozent im Vergleich zu 2019. An den stärksten Tagen sind es rund 50.000 Fluggäste und bis zu 170 Abflüge und 170 Ankünfte. Stundenweise ist die Nachfrage so groß, dass der Hamburger Flughafen mehr Fluggäste als 2019 zählt.


Personalplanung und -suche ist besonders schwierig

Der Flugverkehr hat sich viel schneller erholt und ist sprunghafter angestiegen als erwartet. Dadurch waren die Planungen für alle Partner äußerst schwierig, und so fehlt an vielen Positionen noch das Personal, z.B. an Sicherheitskontrolle und Check-in. Viele Firmen unternehmen seit Monaten hohe Anstrengungen, um das erforderliche Personal zu rekrutieren. Auf dem leergefegten Hamburger Arbeitsmarkt ist dies jedoch schwierig, zumal langwierige Sicherheitsüberprüfungen für die Arbeit am Flughafen derzeit noch eine zusätzliche Hürde darstellen.


An einem Flughafen arbeiten sehr viele Partner Hand in Hand. Wesentliche Teile wie Grenzkontrollen und Sicherheitskontrollen für Passagiere sind in der Hoheit der Bundespolizei. Für Check-in, Boarding und Gepäckhandling sind die Fluggesellschaften verantwortlich, die private Dienstleister damit beauftragt haben. Der Flughafen stellt die Infrastruktur und koordiniert. Gemeinsam haben sich die Partner besonders intensiv auf das Wiederanlaufen des Verkehrs vorbereitet.


Bundespolizei besetzt Sicherheitskontrolle bereits ab 3:30 Uhr

Aufgrund des höheren Passagieraufkommens öffnet der Flughafen Hamburg seine Terminals in den Sommerferien bereits um 3:15 Uhr. Die Bundespolizei besetzt die Sicherheitskontrolle ab 3:30 Uhr, auch viele Fluggesellschaften öffnen die Check-in-Schalter früher als üblich.


Der Flughafen hat zudem die sogenannten Self-Services ausgebaut. Dazu gehören die Check-in- und Gepäck-Automaten. Der Fluggast kann sich seine Bordkarte selbst ausdrucken und sein Gepäck unabhängig von den Schalteröffnungszeiten abgeben. Fluggäste können so die Stoßzeiten an den Check-in-Schaltern umgehen. Wer diese Formalitäten schon vor dem Abreisetag abwickeln möchte, kann sich online einchecken oder den Vorabend-Check-in nutzen. Viele Fluggesellschaften bieten diesen Service kostenlos an. Flughafen-Mitarbeiter sind in den Terminals unterwegs, um Passagieren Unterstützung zu bieten – gerade weil andere Partner nicht oder nicht sichtbar vor Ort sind.


Michael Eggenschwiler, Vorsitzender der Geschäftsführung am Hamburg Airport:

„Am Hamburger Flughafen haben sich die Passagierzahlen allein von Anfang Februar bis Mai verdreifacht. In diesem Sommer wird deutlich, wie stark wir im Luftverkehr vernetzt sind. Wenn irgendwo ein Rädchen hakt, hat das Auswirkungen auf alle folgenden Dienstleistungen. Keiner kann das allein auffangen. Deswegen arbeiten wir am Standort besonders eng zusammen, aber Verzögerungen können wir nicht ausschließen. Die Fluggäste sollten sich zu beliebten Reisezeiten auf Wartezeiten einstellen und mehr Zeit zum Beispiel bei Umsteigeflügen einplanen – auch wenn der Puffer dann doch nicht benötigt wird. Ich bedaure sehr, dass die Flugreise derzeit nicht immer den gewohnten Ansprüchen an Qualität und Schnelligkeit entspricht. Alle Partner im Luftverkehr arbeiten mit Hochdruck daran, dass der Service für die Passagiere wieder zu alter Stärke zurückkehrt.“


Ltd. Polizeidirektor Michael Schuol, Vizepräsident Bundespolizeidirektion Hannover:

„Die Bundespolizei trifft am Flughafen Hamburg vielfältige Maßnahmen, um Wartezeiten zu reduzieren, damit alle Flugreisende ihre Flüge antreten können.“


Matthias von Randow, Hauptgeschäftsführer Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL):

„Die personellen Engpässe in der Luftfahrtbranche betreffen alle Systempartner an den Flughäfen einschließlich der Airlines und auch die staatlichen Sicherheitskontrollen. Da wir in Deutschland nahezu Vollbeschäftigung haben, begrüßen wir, dass die Bundesregierung jetzt mit einer Ausnahmegenehmigung den Weg frei machen will, damit noch für den Sommerreiseverkehr zusätzliches Personal aus der Türkei eingestellt werden kann, um bei der Flugzeugabfertigung mitzuhelfen. Und bei den staatlichen Sicherheitskontrollen bieten unsere Unternehmen Aushilfen an, damit auch hier überlange Warteschlangen vermieden werden können. Darüber hinaus setzt die Branche darauf, dass die derzeitigen flugsicherungsbedingten Engpässe im deutschen Luftraum von den Flugsicherungsorganisationen sehr rasch aufgelöst werden.“


115 Direktziele ab Hamburg Airport

In diesem Sommer fliegen 50 Fluggesellschaften insgesamt 115 Direktziele ab Hamburg an. Viele Reisende zieht es dabei zu den klassischen Urlaubszielen wie Mallorca, Griechenland mit der Insel Kreta, die Türkei oder die Kanarischen Inseln. Im 1. Halbjahr 2022 reisten rund 4,66 Millionen Fluggäste (1. Hj. 2019: 8,24 Mio., - 43 %) über den Flughafen Hamburg, im Vergleich zu 2021 ist das ein Plus von über 330 Prozent. Für das Gesamtjahr 2022 rechnet der Hamburger Flughafen mit rund 11 Millionen Passagieren.


Internetseite bietet wichtige Hinweise

Damit Passagiere und Besucher schon vor der Anreise zum Flughafen gut informiert sind, beantwortet Hamburg Airport die wichtigsten Fragen zum entspannten Start in den Urlaub. Wer mit dem Auto anreist, sollte die bequeme Online-Reservierung für seinen Parkplatz nutzen, denn zur Hauptreisezeit werden die Stellplätze am Flughafen sehr gut gebucht sein.

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