Hamburg AirportPresse Hamburg Airport ist CO2-neutral – als erster großer Flughafen in Deutschland
Pressemitteilung

Hamburg Airport ist CO2-neutral – als erster großer Flughafen in Deutschland

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Unser Klimaschutz-Beitrag: Der Co2-neutrale Flughafenbetrieb

Norddeutschlands größter Flughafen übernimmt Vorreiterrolle beim Reduzieren von CO2-Emissionen // Offizielle Zeremonie mit Hamburgs Finanzsenator Dr. Andreas Dressel und Wirtschaftssenator Michael Westhagemann

23.03.2022


Hamburg Airport ist der erste große Verkehrsflughafen in Deutschland, der CO2-neutral wirtschaftet. Damit erfüllt Hamburg Airport die strengen Anforderungen des europäischen Flughafenverbands Airports Council International Europe (ACI) für das Zertifikat der CO2-Neutralität. Norddeutschlands größter Flughafen baut seine Vorreiterrolle im Klimaschutz weiter aus. Die Bausteine zum CO2-neutralen Flughafenbetrieb sind: weniger Energieverbrauch, innovative Technologien, Naturschutzprojekte und hochwertige Ausgleichszertifikate.


In Anwesenheit von Hamburgs Finanzsenator Dr. Andreas Dressel und Wirtschaftssenator Michael Westhagemann erhielt Michael Eggenschwiler, Vorsitzender der Geschäftsführung am Hamburg Airport, heute die gutachterliche Bestätigung zur Erlangung der CO2-Neutralität nach den Richtlinien der Airport Carbon Accreditation. Erreicht werden konnte dies durch zahlreiche eigene Maßnahmen und Waldprojekte. Der Hamburger Flughafen optimiert laufend die technische Gebäudeinfrastruktur, zum Beispiel mit effizienten raumlufttechnischen Anlagen, dem Ausbau des Nahwärmenetzes und der konsequenten Umstellung auf LED-Beleuchtung, die in den Terminals und auf den Betriebsflächen deutlich weniger Energie verbraucht und Emissionen einspart.


In den Terminals sorgt ein Thermolabyrinth für eine umweltfreundliche Klimatisierung. In rund 11 Metern Tiefe wird die angesaugte Außenluft auf natürliche Weise vorgekühlt oder vorgewärmt, bevor sie in die Klimaanlagen der Terminals gelangt. Hamburg Airport deckt rund 70 Prozent seines Wärmeenergiebedarfs mit einem flughafeneigenen Blockheizkraftwerk ab. Dieses ist hocheffizient und wird mit Erdgas betrieben. Der zugekaufte Grünstrom wird zudem zu 100 Prozent nachweislich CO2-neutral hergestellt.


Seit über fünf Jahren ohne einen Tropfen fossilen Diesel

Die Fahrzeugflotte auf dem Vorfeld wurde nahezu vollständig auf alternative Antriebe und Kraftstoffe umgestellt. Am Hamburger Flughafen fahren Flugzeugtreppen mit Solarkraft, Schlepper mit Erdgas (und zukünftig mit Wasserstoff) und E-Autos. Seit über fünf Jahren arbeitet der Flughafen ohne fossilen Diesel. Als erster internationaler Verkehrsflughafen stellte Hamburg Airport bereits Ende 2016 alle dieselbetriebenen Fahrzeuge auf einen synthetischen, emissionsarmen Kraftstoff um. Auf seinem über 750 Hektar großen Waldgelände in Kaltenkirchen pflanzt der Flughafen aktuell zusätzlich über 50 Hektar Neuwald – mit ausgesucht klimastabilen Arten.


Ziel: Flughafen will komplett auf CO2-Ausstoß verzichten

Seit dem Jahr 2009 hat Hamburg Airport seine jährlichen CO2-Emissionen um knapp 80 Prozent – von 40.000 Tonnen auf 8.700 Tonnen – reduziert. Um auch den restlichen CO2-Ausstoß vollständig zu kompensieren, muss Hamburg Airport derzeit noch in hochwertige Ausgleichszertifikate investieren: Mit diesen Zertifikaten werden in Zusammenarbeit mit FirstClimate ökologische Projekte unterstützt, die CO2-Emissionen im globalen Kreislauf nachweislich reduzieren. Werden durch eigene Maßnahmen weitere CO2-Einsparungen erreicht, sinkt auch der Anteil der zugekauften Ausgleichszertifikate schrittweise. Langfristig ist es das Ziel, gänzlich auf den Ausstoß von Kohlendioxid zu verzichten.


Michael Eggenschwiler, Vorsitzender der Geschäftsführung am Hamburg Airport:

„Trotz der wirtschaftlichen Schwierigkeiten durch die Corona-Pandemie haben wir unsere Klimaschutz-Ziele mit höchster Priorität vorangetrieben. Wir freuen uns sehr, als erster großer deutscher Flughafen die CO2-Neutralität zu erreichen. Dabei kommt uns heute zugute, dass von unserem engagierten Experten-Team am Flughafen bereits seit über drei Jahrzehnten innovative Umweltarbeit geleistet wird. Die CO2-Neutralität konnte nur bereits jetzt erreicht werden, weil wir schon vor über zehn Jahren begonnen haben, konsequent darauf hinzuarbeiten. So gehen wir als städtisches Unternehmen mit gutem Beispiel voran und leisten unseren Beitrag zum Erreichen der Hamburger Klimaschutz-Ziele.“ 


Dr. Andreas Dressel, Senator der Behörde für Finanzen, Freie und Hansestadt Hamburg:

„Unser Hamburger Flughafen geht in Punkto Klimaschutz mit großen Schritten voran und ist bundesweit Vorreiter. Auch im Konzern Hamburg ist die mehrheitlich städtische Flughafen-Gesellschaft Taktgeber – schließlich wollen wir bei unseren öffentlichen Unternehmen spätestens innerhalb der kommenden zwei Dekaden bilanziell Klimaneutralität erreicht haben. Das Thema Energiewende und Klimaschutz ist wesentlicher Schwerpunkt und ein gemeinsamer Kompass für alle unsere öffentlichen Unternehmen – das gilt angesichts von Corona-Krise und Ukraine-Krieg noch mehr als vorher!“


Michael Westhagemann, Senator der Behörde für Wirtschaft und Innovation, Freie und Hansestadt Hamburg:

„Hamburg hat als einer der größten internationalen Luftfahrtstandorte eine besondere Verantwortung. Ziel ist die Transformation des Flugverkehrs hin zu einer CO2-freien und leiseren Luftfahrt. Die Krise bietet die Chance, diesen Prozess auf allen Ebenen anzustoßen und mit entsprechenden Förderprogrammen zu begleiten. Der Hamburger Flughafen geht diesen Weg sehr konsequent mit. Hamburg Airport strebt nun an, bis 2035 als nächste Stufe gänzlich ohne CO2 Emissionen im Flughafenbetrieb auszukommen. Ich bin überzeugt, dass das gelingen wird.“


Weitere Informationen:

CO2-neutraler Flughafenbetrieb: www.hamburg-airport.de/de/co2-neutral

First Climate: Klimaschutzengagement (firstclimate.com)



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