Entwicklung der Fläche des Lärmkontingentes am Hamburg Airport

Lärmkontur seit 1997 geschrumpft - trotz wachsender Passagierzahlen

Die Mobilität wächst, immer mehr Menschen wollen schnell und bequem von A nach B reisen. Ein Anstieg der Passagierzahlen bedeutet jedoch nicht zwingend eine Zunahme der Lärmbelastung durch den Flugverkehr: Die Lärmkontur am Hamburg Airport ist heute um 35 Prozent kleiner als 1997 und das bei 70 Prozent mehr Passagieren und annähernd der gleichen Zahl an Flugbewegungen. Wie geht das und was ist eigentlich die Lärmkontur?

Um einen weiteren Anstieg des Fluglärms durch den wachsenden Betrieb von Hamburg Airport zu vermeiden, wurde 1997 ein sogenanntes „Lärmkontingent“ für die Umgebung des Flughafens festgelegt. Der Fluglärm wurde damit erstmals gedeckelt: Flugdaten der sechs verkehrsreichen Monate (Mai bis Oktober) wurden herangezogen und jene Fläche ermittelt, in der der Lärm in dieser Zeit eine Lautstärke (Fachleute sprechen vom äquivalenten Dauerschallpegel) von 62 Dezibel oder höher erreichte. Der Wert von 1997 dient als Vergleichswert für die jährliche Berechnung des Fluglärms und seine flächenmäßige Ausbreitung. Inzwischen wird das Lärmkontingent von 1997 mit einer Fläche von 20,39 Quadratkilometern deutlich unterschritten. 2014 lag es bei 13,28 Quadratkilometern. Damit wurde das Lärmkontingent gegenüber 1997 um 35 Prozent reduziert.

Die Gründe dafür sind vielfältig: Ein entscheidender Faktor ist die verbesserte Auslastung der Flugzeuge und der Umstieg auf leisere Flugzeugtypen. Dazu trägt auch das Entgeltsystem für Starts und Landungen am Hamburger Flughafen bei. Denn Airlines zahlen für ältere, lautere Flugzeuge mehr als wenn sie mit jüngeren, leiseren hierher kommen. Hamburg Airport will sich auch dafür stark machen, dass Fluggesellschaften den Flüsterjet A320neo („new engine option“) nach seiner Inbetriebnahme auf den Strecken nach Hamburg einsetzen. Hinzu kommt, dass heute immer mehr Menschen pro Flugzeug befördert werden, was die Lärmemission pro Kopf zusätzlich reduziert.