Drei Fragen an Axel Schmidt, Leiter des Zentralbereichs Umwelt am Hamburg Airport, und seinen Stellvertreter Volker Budde

Vor 25 Jahren erschien der erste Fluglärmreport. Damit bekam eine breite Öffentlichkeit die Möglichkeit, sich anhand exakter Daten umfassend über ein Thema zu informieren, das an Aktualität nichts eingebüßt hat. Über die Hintergründe sprachen wir mit dem Leiter des Zentralbereichs Umwelt am Hamburg Airport, Axel Schmidt, und seinem Stellvertreter Volker Budde

 

 

Sie sind beide Männer der ersten Stunde. Was war damals der Grund, einen regelmäßigen Fluglärmreport zu veröffentlichen?

Axel Schmidt: Was damals galt, gilt auch heute noch: Wir wollten größtmögliche Information und Transparenz auch nach außen bieten. Daran hat sich nichts geändert. Im Gegenteil. Denn die Themen sind haargenau die gleichen wie damals, eher noch komplexer geworden. Deshalb haben wir das Spektrum, das wir in unserem Fluglärmreport behandeln, auch regelmäßig ausgeweitet. Ob Fluglärm, CO2-Ausstoß und Luftqualität, Gewässerreinheit, Bodengüte oder Abfall – das sind ja alles Dinge, die man letzten Endes nicht voneinander trennen kann. Deshalb sprechen wir in den Beiträgen nicht nur über den Lärm.

 

Welche Konsequenzen zieht der Flughafen denn aus den Daten, die in dem Report nachzulesen sind?

Volker Budde: Als stadtnaher Flughafen tragen wir selbstverständlich eine besondere Verantwortung gegenüber unseren Nachbarn. Deshalb haben wir in den vergangenen Jahrzehnten – auch lange schon vor dem ersten öffentlichen Fluglärmreport – mehr als 40 Millionen Euro in unsere Lärmschutzprogramme investiert. Das vor drei Jahren gestartete 9. Lärmschutzprogramm gibt inzwischen noch mehr Hamburgern die Möglichkeit, Zuschüsse für Lärmschutzmaßnahmen an ihren Wohnungen und Häusern zu beantragen und sich damit noch besser gegen Fluglärm zu schützen. Dabei hat sich Hamburg Airport zu Gunsten seiner Nachbarn entschieden, bei der Erstattung nicht erst den Ablauf der gesetzlichen Frist abzuwarten. Mit dem Lärmschutzprogramm, das in enger Zusammenarbeit mit den Behörden durchgeführt wird, ist Hamburg Airport übrigens der erste deutsche Flughafen, der neue Standards im Schallschutz setzt.

 

Wie kommt denn der Fluglärmreport in der Öffentlichkeit an? Erreichen Sie damit Ihr Ziel einer, wie Sie sagten, größtmöglichen Transparenz?

Axel Schmidt: Der Fluglärmreport ist natürlich nur ein Teil unserer Öffentlichkeitsarbeit, aber ein sehr wichtiger. Was wir bieten möchten, ist eine gute, offene Information mit präzisen Daten. Denn genau das ist die Voraussetzung für eine faire Diskussion mit unseren Nachbarn – ohne Emotionen und ohne Spekulation. Zur Verlässlichkeit tragen unsere drei mobilen Fluglärmmesscontainer bei, die das Netz der heute insgesamt 13 festen Stationen ergänzen. Damit haben wir die Möglichkeit, ganz flexibel in Absprache mit den zuständigen Vertretern der städtischen Behörden oder Nachbargemeinden zu reagieren. In diesem Jahr wurden die Ergebnisse der mobilen Messung übrigens zum ersten Mal als ergänzende Daten zu den festen Stationen im Fluglärmreport veröffentlicht. Zusammengefasst: Der schönste Lohn für unsere Arbeit ist der faire und partnerschaftliche Dialog mit den Menschen in unserer Nachbarschaft.

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Drei Fragen an Udo Bradersen-Brenner

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