Die Sprache der Piloten

Wer schon einmal geflogen ist, kennt die Durchsagen der Piloten, die kurz vor Start oder Landung über die Bordsprechanlage gemacht werden. Meist sind es Begrüßungen, Verabschiedungen und Informationen zu Wetterverhältnissen. Doch da ist noch etwas: Was meinen Piloten eigentlich, wenn sie von „last minute paperwork“, „deadhead“ und „holding pattern“ sprechen? Wir haben die fünf wichtigsten Begriffe der Pilotensprache für Sie zusammengestellt.


1)    Last minute paperwork

Vor dem Start gibt es für Piloten eine Menge Checklisten auszufüllen. Technische Wartungen und Beanstandungen müssen ins Logbuch eingetragen werden, ebenso muss das Gewichtverteilung im Flugzeug geprüft werden. Wenn Sie den Piloten oder Co-Piloten sagen hören „we’re just finishing up some last minute paperwork and should be underway shortly“ wird es allmählich Zeit, die Sitze in eine aufrechte Position zu bringen und die Tische nach oben zu klappen. Ein letzter Blick auf Flugplan und Tankanzeige – dann kann es losgehen.


2)    Flight-Level 330

Flight Level 330 („three-three-zero“) bezeichnet die reguläre Reisehöhe. Da im Flugverkehr das britische Längenmaß verwendet wird, befindet sich das Flugzeug dann 33000 Fuß über dem Meeresspiegel. Das sind circa 10.000 Meter. In dieser Höhe erlöschen in der Regel auch die Anschnall-Signale über den Sitzen.


3)    Holding pattern

Manchmal verzögert sich die Landung für Flugzeuge, beispielsweise durch schlechte Witterung oder belegte Start- und Landebahnen. Die Extraschleifen, die dann über dem Flughafengebiet gedreht werden, nennt man in der Fliegersprache „holding pattern“. Sollte ihr Flug auf einen anderen Flughafen umgelotst werden, muss dieser übrigens „in range“ liegen und mit dem im Tank verbliebenen Kerosin erreichbar sein. 


4)    All doors in park

„Cabin crew, all doors in park“: Kurz nach jeder Landung fordert der Pilot die Flugbegleiter dazu auf, die Notrutschen an den Ausgängen deaktivieren. Werden die Flugzeugtüren geöffnet, würden diese sich sonst automatisch ausfahren. Die Piloten überprüfen anschließend alles anhand einer Anzeige im Cockpit.


5)    Deadhead

Sollten Sie bei Ihrem Flug neben einem „deadhead“ sitzen, ist das kein Grund zur Beunruhigung. Das ist lediglich die Bezeichnung für Airlinemitarbeiter – Pilot*innen oder Crewmitglieder –, die als Passagiere mit an Bord und aktuell nicht im Dienst sind. Oft übernimmt dieses Personal Flüge am Zielflughafen.