Seit 2012 wenden Airlines am Hamburg Airport das sogenannte Flachstartverfahren an, um Treibstoff zu sparen und den CO2-Ausstoß zu reduzieren. In den Sitzungen der Fluglärmschutzkommission wurde jedoch deutlich, dass einige Anwohnerinnen und Anwohner dieses veränderte Startverfahren als Steigerung der Lärmemissionen empfinden. Nun wurde das Flachstartverfahren am Hamburger Flughafen eingeschränkt.

Grundsätzlich können Airlines und Piloten sich zwischen zwei lärmmindernden Startverfahren entscheiden. Diese wurden von der UNO-Organisation ICAO (International Civil Aviation Organisation) festgelegt und unter den Bezeichnungen NADP 1 und NADP 2 (Noise Abatement Departure Procedure) niedergeschrieben. Als Variable ist dort u.a. die Höhe des Cutbacks für beide Startverfahren angegeben.

Beim sogenannten Flachstartverfahren liegt die Cutback-Höhe, also die Höhe, in der Flugzeuge nach dem Start die Klappen einfahren und die Triebwerksleistung zurücknehmen, deutlich niedriger als bei anderen Varianten. In der Regel beträgt sie 1.000 statt 1.500 Fuß.

Lärmauswirkungen hängen vom eigenen Standort ab

Die professionellen Fluglärmmessungen des Hamburger Flughafens haben ergeben, dass die Auswirkungen des Flachstartverfahrens wesentlich von der eigenen Position in Bezug zum Flugzeug abhängen. In unmittelbarer Flughafennähe und direkt unter der Abflugroute hat der Geräuschpegel um bis zu 2 dB(A) zugenommen. An anderen Messstellen konnte keine spürbare Veränderung nachgewiesen werden.

Hamburger Flughafen setzt sich für Einschränkung des Flachstartverfahrens ein

Der Hamburger Flughafen nimmt das Empfinden seiner Nachbarinnen und Nachbarn ernst und setzt sich für einen Verzicht des sogenannten Flachstartverfahrens ein. Auf Initiatve des Flughafens wurde im März 2017 eine entsprechende Empfehlung zum Verzicht auf dieses Startverfahren im Luftfahrthandbuch (AIP) für Hamburg vorgenommen.

Lärmschutzmaßnahmen