Erklärvideo zur Nutzung der Start- und Landebahnen am Hamburg Airport

Bahnbenutzungsregeln

Das gekreuzte Bahnsystem ermöglicht Starts und Landungen in alle vier Himmelsrichtungen. Welche Bahn benutzt werden sollte, geben die Lotsen der Deutschen Flugsicherung GmbH (DFS) vor. Auf Antrag kann der Pilot allerdings auch eine andere Bahn verlangen – bei ihm liegt die letzte Entscheidung.

Die DFS hat in Deutschland den gesetzlichen Auftrag, für eine „sichere, geordnete und flüssige Abwicklung des Luftverkehrs“ zu sorgen. Zuätzlich wird mit den sogenannten Bahnbenutzungsregeln am Hamburg Airport das Ziel verfolgt, dass möglichst wenige Anwohnerinnen und Anwohner von Fluglärm beeinträchtigt werden.

Richtlinien unterstützen Fluglärmschutz

Die Starts und Landungen sollen nach Möglichkeit über dem Gebiet mit der geringsten Bevölkerungsdichte erfolgen:

  • Besonders lärmintensive Starts sollen in Richtung Norden erfolgen, da dort die Bevölkerungsdichte am niedrigsten ist.
  • In der Zeit zwischen 22 und 7 Uhr sollen alle Landeanflüge über den Norden geführt werden, sofern dies die sichere Abwicklung des Verkehrs nicht beeinträchtigt.
  • In Richtung der besonders dicht besiedelten Innenstadt soll nach Möglichkeit nicht gestartet werden.


Oberste Priorität hat aber zu jeder Zeit die Sicherheit im Luftverkehr.

Zu den größten Einflussfaktoren zählen Witterungsverhältnisse, Verkehrslage sowie Bauarbeiten. Die DFS ist an die sogenannten Bahnbenutzungsregeln gebunden, wenn diese ihren gesetzlichen Auftrag, für eine "sichere, geordnete und flüssige Abwickling des Luftverkehrs" zu sorgen, nicht beeinträchtigen.

Start und Landung gegen den Wind

Grundsätzlich gilt, dass Flugzeuge gegen den Wind starten und landen. Nur so können sie den maximalen Auftrieb bzw. die beste Verzögerungsleistung im Anflug erreichen. Bei stark wechselnden Windverhältnissen, wie sie in Hamburg zu beobachten sind, kann dies dazu führen, dass im Jahresvergleich die bevorzugte Start- und Landerichtung wechselt.

Im Ergebnis sollen die Bahnbenutzungsregeln am Hamburg Airport sicherstellen, dass möglichst wenige Menschen durch den Flugverkehr beeinträchtigt werden. Der Faktor Wind bleibt jedoch eine bestimmende Größe, auf die kein Einfluss genommen werden kann.

Lärmschutzmaßnahmen