Hamburg Airport engagiert sich für den Wildbienen-Schutz

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Der Flughafen unterstützt seit 2015 als Projektpartner die Deutsche Wildtier Stiftung. Dabei geht es darum, mehr Lebensräume für Wildbienen, zu denen auch Hummeln gehören, zu schaffen. Die meisten Bienen sind nämlich keine Honigbienen - von denen zigtausende im Sommer am Hamburg Airport fleißig Honig produzieren und damit gleichzeitig zusätzlich Indikatoren für die Luftqualität sind - sondern Wildbienen. Rund 560 Arten gibt es in Deutschland, darunter sind zum Beispiel auch die Hummel und die Hornisse.

 

Fast die Hälfte aller Wildbienenarten steht inzwischen auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten. Das ist auch deshalb eine dramatische Entwicklung, weil Wildbienen für die Bestäubung von Blüten und Pflanzen in der Natur und unseren Gärten zuständig sind – so hängen in Deutschland etwa 85 Prozent der landwirtschaftlichen Erträge von Wildbienen und anderen Insekten ab. Anders als Honigbienen leben viele Wildbienen allein. Oft sind sie sogar auf eine einzige Pflanzenart angewiesen. Wenn sie diese nicht mehr bestäuben, verschwindet unter Umständen auch die ganze Pflanzenart. Wildbienen sind somit für den Erhalt unserer Artenvielfalt extrem wichtig.

 

Wildbienen am Hamburg Airport

„Der Flughafen ist ein idealer Lebensraum für Wildbienen“, erläutert Marina Stern aus dem Bereich Umwelt am Flughafen Hamburg. „Rund 230 Hektar des Geländes sind blütenreiche Flughafenwiesen. Randlich davon befinden sich Gehölze und sogar ein kleiner See. Zusammenhängende Flächen dieser Qualität und vor allem in dieser Größe gibt es sonst in Hamburg kaum.“ Ausgewählte Flächen innerhalb und außerhalb des Flughafenzauns sollen ab jetzt mehr der wertvollen Insekten anlocken.

 

Als erste Maßnahme zur Förderung der Wildbienen wurden auf insgesamt etwa 2,5 Hektar zwischen dem Flughafenzaun und der Umlaufstraße im Sicherheitsbereich Flächen wildbienengerecht gestaltet. Dazu wurden Wildblumenmischungen gesäht, kleinräumige Rohboden-Bereiche angelegt und standortgerechte Gehölze gepflanzt. Wildbienen finden dort zum einen Nahrung, zum anderen Brutplätze.

 

Auch im öffentlichen Bereich des Flughafens soll mehr Lebensraum für Wildbienen geschaffen werden. Geplant ist eine insektengerechte Optimierung der Grünbereiche rund um und auf den Parkflächen und Straßen, etwa  durch Pflanzkübel oder Begleitgrün. Auch für Flächen im Naturschutzgebiet Wittmoor im Nordosten Hamburgs, wo der Flughafen Ausgleichsflächen besitzt, wird überlegt, wie die Bedingungen für Wildbienen optimiert und realisiert werden können.

 

Dies sind nur erste Maßnahmen des Hamburger Flughafens zum Wildbienenschutz - weitere Maßnahmen sollen sukzessive umgesetzt werden.

Mehr Informationen gibt es hier (PDF).