Lefkas, die magische Insel Griechenlands

Traumhafte Buchten, wild romantische Landschaften und bis 1.150 Meter hohe Berge prägen das Gesicht von Lefkas, der griechischen Insel im Ionischen Meer. Wer hier Urlaub macht, findet vor allem feine Sandstrände vor schroff abfallenden Steilküsten und azurblaues Meer. Und da die Insel touristisch weniger erschlossen ist als andere griechische Inseln, kann man hier noch den Urlaub abseits vom Massentourismus genießen.

 

Die Reise nach Lefkas beginnt für die meisten Urlauber per Flugzeug. Der nächstgelegene Flughafen Preveza (PVK) liegt auf dem griechischen Festland, und von dort dauert es mit dem Auto noch etwa 40 Fahrminuten, um auf die Insel zu gelangen. Denn mit dem Festland ist Lefkas mit einer schwimmenden Brücke verbunden, die direkt nach Lefkas Stadt führt.

Um von hier die Insel einmal von Nord nach Süd zu queren, müssen Griechenland-Liebhaber nur gut 30 Kilometer mit dem Auto zurücklegen, von West nach Ost nur ungefähr 15 Kilometer. Traumhafte Strände vor allem an der Westküste laden zum Verweilen ein. Das Landesinnere mit seinen malerisch gelegenen Bergdörfern ist ein Paradies für Wanderer und Mountainbiker. Zahlreiche schöne Wanderwege führen entlang der Küsten und in die Berge. Die Insel lässt sich aber natürlich auch mit Auto oder Moped wunderbar erkunden und viele historische Sehenswürdigkeiten bieten den Besuchern Abwechslung. Lefkas gehört zur Gruppe der Ionischen Inseln an der Westküste Griechenlands. Das Klima ist mediterran, die Winter sind milde und regnerisch und die sehr warmen Sommermonate sind dank erfrischender Winde sehr angenehm. Selbst im Hochsommer bleibt die Vegetation üppig, vor allem im Inneren ist die Insel auch dann noch unglaublich grün. Der Name Lefkas (auch: Lefkada) hat übrigens die Bedeutung „Weiß“. Weiße Felsen und Steilküsten haben der Insel ihren Namen gegeben.

 

Die schönsten Strände
Die Insel Lefkas ist vor allem für ihre Strände, Buchten und Klippen berühmt. Das Wasser ist azur- oder türkisblau, die Strände sind aus weißem Sand oder weißem Kiesel und zum Land hin angelehnt an schroffe, weiße Felsen. Dahinter erhebt sich das Grün der bergigen Landschaft   – ein wildes Paradies. Wer es besonders authentisch mag, besucht den Strand von Porto Katsiki. Er befindet sich unterhalb von enormen weißen Felsklippen, die im Sonnenuntergang oft orange schimmern. Mit seinen vielen Tavernen und Bars wird der Strand gerne von Einheimischen besucht.

Aber auch viele andere Strände locken Urlauber an, wie Gialos, Egremni, Kalamitsi oder Avali. Häufig ist schon der Weg zum Meer besonders, etwa wenn er durch beeindruckende alte Olivenhaine oder durch Schilf und Bananenstauden führt. Nur 15 km südöstlich von Lefkas Stadt findet sich eine der längsten Strandpromenaden der Insel, Kathisma. Dieser Strand ist vor allem bei jungen Leuten zum Baden sehr beliebt, es werden hier auch verschiedene Wassersportarten oder Gleitschirmfliegen angeboten.

 

Aktiv sein auf der Insel
Wer neben Strandleben auch noch andere Betätigung sucht, wird auf Lefkas nicht enttäuscht. Das Angebot an Sportmöglichkeiten ist so vielfältig, es dürfte für jeden Geschmack etwas dabei sein: Kitesurfen, Windsurfen, Segeln, Gleitschirmfliegen, Tauchen, Schnorcheln, Fliegen im Propellerflugzeug, Reiten, Mountainbiken und vieles mehr. Während sich Kite- und Windsurfer aus aller Welt vor allem am Milos Beach bei Lefkas Stadt treffen, ist der Ort Vassiliki im Süden der Insel auch für Wasserski oder Wakeboarding bekannt. Von hier aus werden auch Touren mit dem Mountainbike über die Insel gestartet. Wer die Insel gerne vom Rücken eines Pferdes aus erkunden möchte, wird in Nydri fündig. Gut ausgebaute Wanderwege unterschiedlicher Länge und Schwierigkeitsgrade finden sich überall auf der Insel.

Ob mit dem Mountainbike, zu Fuß, mit dem Auto oder mit einem Moped – es gibt viele Wege, die Insel zu erkunden. Lefkas ist bergig, aber voller Bäume und grüner Hügel. So kommen Sie auf Ihren Ausflügen ins Inselinnere vorbei an uralten Olivenhainen und Wäldern mit Platanen, Zypressen und Pinien und atmen den Duft von wildem Thymian und anderen Kräutern.
Im Inselinneren gibt es zahlreiche ursprünglich gebliebene Bergdörfer. Die frühere Inselhauptstadt Karya ist eines von ihnen. Der Ort hat sein ursprünglich ionisches Gesicht bis heute erhalten. Hier pflegt man die traditionelle „Karsaniko“-Stickerei, eine für Griechenland einzigartige Stickart, die ausschließlich in Handarbeit erfolgt. Südlich von Karya und etwas versteckt in den Bergen liegt Englouvi auf immerhin 750 Höhenmetern. Die Bewohner von Englouvi sind über die Grenzen hinaus bekannt für ihre Linsen, die ausschließlich hier auf dem Hochplateau angebaut werden. Einmal im Jahr, zum Namenstag des Agios Donatos im August, feiern die Bauern ihr Linsenfest. Dann kochen die Frauen des Dorfes Linsen in großen Kesseln über offenem Feuer. Gereicht werden die Linsen mit Majoran, Sardinen und geröstetem Brot mit Olivenöl. Dieses Fest zieht natürlich viele Besucher an und es ist trubelig im Ort. Normalerweise geht es in Englouvi jedoch sehr beschaulich zu. Auf dem Dorfplatz kann man heiße Mittagsstunden im kühlenden Schatten der Platanen verbringen und die Aussicht über das Plateau ist einzigartig.

 

Hauptstadt mit viel Flair
In Lefkas Stadt leben heute rund 8.000 Menschen – sie ist das touristische Zentrum der Insel. Hier gibt es viele luxuriöse oder traditionelle Hotels, in den verwinkelten Gassen findet man zahlreiche Geschäfte, Bars und Restaurants. Die Stadt hat 1953 bei einem Erdbeben großen Schaden genommen, wurde aber nach alten Plänen wiederaufgebaut. So können Besucher auch heute noch die typische Architektur aus dem 17. und 18. Jahrhundert bewundern. Die in Lefkas Stadt verbreitete Verkleidung der Häuser mit Wellblech ist zur Stabilisierung und als Erdbebenschutz gedacht. Meist ist das Wellblech in bunten Farben gestrichen, sodass die Stadt vor allem eins ist: bunt.

Besonders prägend für Lefkas Stadt ist neben dem farbenfrohen Stadtkern die große Marina. Bis zu 500 kleine und größere Yachten können während der Sommermonate hier liegen. Im Archäologischen Museum der Insel werden Funde von der Bronzezeit bis ins Mittelalter ausgestellt. Sie zeugen von der langen Besiedlung der Insel. Kirchen wie Pantokratoras, Agios Spiridonas oder Agios Minas bestechen durch ihren von venezianischer Architektur beeinflussten Baustil und zeigen reiche Schätze aus Ikonenmalerei und geschnitzten Ikonenwänden. Im Kloster Faneromenis kann vor allem der Garten besichtigt werden, von hier aus hat man außerdem einen wunderbaren Blick über die Stadt.

 

Bewegte Geschichte
Lefkas blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Der bedeutende Archäologe Wilhelm Dörpfeld dachte zunächst, man könnte die Insel in die Homerische Sage einordnen. Diese Vermutung ließ sich nicht bestätigen, aber spätestens seit Lefkas korinthische Kolonie wurde, ist ihr Geschick recht gut dokumentiert. Nach den Korinthern kamen die Römer und nach der Teilung des Römischen Reichs fiel Lefkas zum Gebiet des Oströmischen Reichs (auch als Byzantinisches Reich bekannt). Eine regelrechte Blütezeit begann allerdings erst im Mittelalter, als Lefkas zum Flottenstützpunkt ausgebaut wurde. Von nun an war Lefkas abwechselnd in türkischer, venezianischer, französischer und britischer Hand und kam erst 1864 zu Griechenland. Die Überreste der Festung Santa Maura bei Lefkas Stadt, die um 1300 gebaut wurde, sind der Beweis, dass diese Herrschaftswechsel nicht immer friedlich verliefen.

Von der Festung aus Richtung Nordwest umschließt ein dünner Streifen Land die sogenannte Gyras-Lagune. In diesem einmaligen Feuchtgebiet leben viele geschützte Vogelarten und vier (von ehemals 12) Windmühlen zeugen davon, dass hier einst bedeutende Mengen Getreide gemahlen wurden.

 

Urlaubsziel für jedermann
Ob jung oder alt – die Insel Lefkas hat für jede Altersguppe etwas zu bieten. Zahlreiche Strände vor allem an der Ostküste weisen eine schwache Brandung auf und haben eine geringe Wassertiefe, damit sind sie für Familien mit Kindern besonders gut geeignet. Auch viele Wanderungen sind mit Kindern gut zu machen. Die Gastgeber der Insel sind demnach häufig familienfreundlich ausgestattet. Aber auch junges Partyvolk kommt auf der Insel auf seine Kosten. Neben Lefkas Stadt finden sie vor allem in Nydri jede Menge Ausgehmöglichkeiten.

Der Ort Nydri ist an der Ostküste gelegen und nach Lefkas Stadt der touristisch geprägteste Ort der Insel. Wie auch in Lefkas Stadt laden hier viele Restaurants zum Verweilen und Geschäfte zum Bummeln ein. Und in den Nachtclubs können Unermüdliche die Nacht zu Tag machen. Wer allerdings Hafen und Hauptstraße hinter sich lässt, kann kleine Gassen entlang schlendern und in das ursprüngliche Nydri eintauchen. Im Hafen wiegen sich unzählige Masten von Segelschiffen aus aller Welt. Von hier aus können Bootsfahrten auf benachbarte Inseln gebucht werden, zum Beispiel nach Meganisi, Kalamos und Kastos. Und auch Skorpios ist von hier aus nicht weit, die Insel, die berühmterweise 1963 von Reeder Aristoteles Onassis gekauft wurde und auf der er und seine Tochter Christina begraben liegen. Die Gegend um Nydri ist idyllisch und lädt zu Wanderungen ein. Vorbei an Oliven- und Zitronenhainen etwa führt ein Weg zu den Dimosari-Wasserfällen. Wer kaltes Wasser nicht scheut, kann im natürlichen Becken am Fuße der Wasserfälle baden – ein schönes Erlebnis!

 

Was Sie noch wissen sollten
Die beste Reisezeit für Lefkas ist sicherlich von April bis Oktober. Denn auch wenn die Winter eher milde sind, so ist das Wetter für alle Aktivitäten in diesen Monaten wohl am günstigsten. Im Juli und August sind natürlich Hauptreisemonate für alle diejenigen, die Badeurlaub machen möchten. Entsprechend voll kann es dann mancherorts werden. Wem das zu quirlig ist, ist ab September besser bedient, da die Besucherzahlen dann wieder deutlich zurückgehen, während die Wassertemperatur weiter bei angenehmen 23-24 Grad Celsius bleibt. In dieser Zeit wie auch im Frühjahr ist die Lufttemperatur auch für Besichtigungstouren besser geeignet.

 

 

Hamburg – Preveza  

Abflug in Hamburg

Ankunft in Preveza

dienstags

06:00

09:45

Abflug in Preveza

Ankunft in Hamburg

dienstags

20:10

22:00

Alle Zeitangaben sind Ortszeiten. Änderungen vorbehalten. Buchbar sind die Flüge auf der Website von Condor oder im Reisebüro.

Unsere Highlights



Ausflug zum Kap Doukato

Eine der Hauptattraktionen für Besucher von Lefkas sind die rasanten, steilen Klippen am Südende der Insel, Kavos Tis Kyras oder Kap Doukato. Der Sage nach soll sich dort die altgriechische Dichterin Sappho aus Liebeskummer hinunter in die Fluten gestürzt haben. Wo heute ein Leuchtturm steht, soll es im sechsten Jahrhundert nach Christus den Tempel der Appollona gegeben haben. Von diesem ging wohl der merkwürdige Ritus aus, dass sich viele trauernde oder unglücklich verliebte junge Frauen in die Tiefe stürzten.

Die Weinkellerei von Vassiliki

Wein wird wohl schon seit der Antike auf Lefkas angebaut, aber die Venezier brachten im Mittelalter noch einmal neue Impulse (und neue Rebsorten) mit. Die Rebsorten „Varda“ und „Vertzami” werden nur auf Lefkas angebaut, hieraus werden vielfach ausgezeichnete Weine gekeltert. Das Wein- und Olivenölmuseum „Lefkas Land“ bietet Besichtigungen und Verköstigungen an. Bei Ihrem Rundgang erhalten Sie Einblicke in die traditionelle Art des Weinanbaus und der Weinherstellung, Sie besuchen einen Weinberg und sehen, mit welchem Werkzeug und Maschinenpark Wein geerntet und verarbeitet wird. Nebenbei haben Sie auch die Möglichkeit, sich über die Arbeit in einer Ölmühle zu informieren. Verköstigungen runden den Besuch ab.

Das Fischerdorf Agios Nikitas

Dieses pittoreske kleine Fischerdorf im Nordwesten der Insel hat sich zu einem beliebten Ausflugsziel auf Lefkas entwickelt. Der Ort ist autofrei und muss daher zu Fuß erkundet werden. Dafür laden zahlreiche Tavernen und Bars zum Besuch ein. Dazu gehört ein kleiner Hafen und natürlich die Badebucht mit feinem Kies und klarem Wasser. Die benachbarten Strände Pefkoulia und Milos versprechen noch mehr Ruhe und einen herrlichen Ausblick.