Georgien: zwischen Kaukasus und Schwarzem Meer

Georgien gilt als der Geheimtipp schlechthin. Das kleine Land an der Schnittstelle zwischen Europa und Asien ist touristisch noch nicht so überlaufen und hat sowohl Aktivurlaubern als auch Kultur-, Natur- und Weinliebhabern viel zu bieten. Unberührte Natur, endlose Wandermöglichkeiten und außergewöhnlich gutes Essen machen Georgien zum perfekten Reiseziel.

 

Idealer Ausgangspunkt für eine Georgienreise ist Kutaissi im Westen des Landes. Die Stadt verfügt über den zweitgrößten Flughafen des Landes und wird ab Dezember von Wizz Air direkt ab Hamburg angeflogen. Gleich mehrere Weltkulturerbestätten lassen sich hier bewundern. Hoch über dem Zentrum thront das Wahrzeichen von Kutaissis: die im 11. Jahrhundert erbaute Bagrati-Kathedrale, die über ein einzigartiges mystisches Flair verfügt. Nahe der Kirche kann man die Ruinen der Stadtfestung und des Königspalastes besichtigen. Auch das Gelati-Kloster mit seinen beeindruckenden Heiligenfresken wurde in die UNESCO-Liste aufgenommen. Die Klosteranlage zählt zu den wichtigsten Bauwerken georgischer Kunst.

 

Natur pur rund um Kutaissi

Die eindrucksvolle Landschaft rund um Kutaissi bietet viele Ausflugsmöglichkeiten. Von der Stadt geht es entlang des Rioni-Flusses mitten hinein in die romantische Bergwelt. Besonders schön ist diese Gegend, wenn im Frühling auf den Wiesen die Wildblumen erblühen. Bei Wanderungen durch den Naturpark Sataplia lässt sich die vielfältige subtropische Pflanzenwelt erkunden. Ein absolutes Highlight ist die Besichtigung der natürlichen Tropfsteinhöhlen. Es werden sogar Bootsfahrten in die unterirdischen Flussläufe angeboten. Zu den berühmtesten Naturattraktionen gehören die in diversen Farben ausgeleuchteten Prometheus-Höhlen. In der Sataplia-Höhle findet sich ein prähistorischer Dinosaurierfußabdruck. Die Sehenswürdigkeiten lassen sich von Kutaissi bequem mit Tourenbussen oder Taxis erreichen.

 

Ein Muss für Bergwanderer – der georgische Kaukasus

Im Kaukasus kommen Wanderer und Bergsteiger voll auf ihre Kosten. Die Gebirgsregion im Norden des Landes bietet zahllose Möglichkeiten für Touren. Von der Tageswanderung bis hin zu mehrtägigeren Trekkingtouren ist hier alles möglich, um die herrliche Kaukasus-Bergwelt hautnah zu erleben. Eine der wohl schönsten Regionen ist das Hochtal Swanetien, nahe der russischen Grenze. Es liegt inmitten der Ausläufer des Kaukasus, der hier eine Höhe von bis zu 5.000 Metern erreicht, und beeindruckt mit unberührter Natur und grandiosen Ausblicken. Wer hierher reist, findet Ruhe und das einfache Leben. In Mestia, der Hauptstadt Swanetien, stechen die von der UNESCO zum Welterbe ernannten mittelalterlichen Wehrtürme aus der Landschaft hervor und bieten ein beeindruckendes Fotomotiv. Ebenfalls zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt das märchenhafte Bergdorf Uschguli: Es liegt 2.200 Meter über dem Meeresspiegel und gilt als die höchstliegende dauerhaft bewohnte Menschensiedlung Europas. Absolut spektakulär ist eine Wanderung zum Gletscher des Mount Ushba. Es geht vorbei an endlosen Weiden und tosenden Wasserfällen. Immer wieder bieten sich einzigartige Ausblicke auf die schneebedeckten Berge, die majestätisch über der Landschaft thronen.

 

Tiflis – die vielfältige Hauptstadt

Georgiens Hauptstadt Tiflis wird durch eine bunte Mischung verschiedenster Kulturen, die hier in den vergangenen Jahrhunderten gelebt haben, geprägt. Zahlreiche Kirchen bestimmen ebenso das Stadtbild wie eine Moschee, zwei Synagogen und ein Feuertempel. Die Stadt hat in den letzten Jahren einen enormen Aufschwung erlebt, wodurch ein vielfältiger Mix aus Historie und Moderne entstanden ist. Alte Holzhäuschen reihen sich an architektonische Neubauten. Tiflis ist mit einer Million Einwohner die größte Stadt Georgiens und dennoch klein genug, um sich gut zu Fuß erkunden zu lassen. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten wie die Altstadt, der Freiheitsplatz, die Prachtstraße Rustawelis Gamsiri, der Stadtpark Rike und die Sameba-Kathedrale liegen nahe beisammen.

 

Ein Spaziergang durch die Altstadt ist absolutes Pflichtprogramm. Sie gehört zum UNESCO-Welterbe und wird geprägt durch kleine Gassen mit Kopfsteinpflaster. Viele Gebäude sind in die Jahre gekommen und etwas marode. Doch auch heute noch spürt man hier den Prunk vergangener Zeiten. Im klaren Kontrast dazu steht die moderne Friedensbrücke, die die Altstadt mit den neuen Wohnvierteln verbindet. Das kuppelartige Glasdach sticht sofort ins Auge und am Abend lassen unzählige LED-Lichter die Friedensbrücke in den verschiedensten Farben erstrahlen. Die Brücke gilt als Symbol des neuen Georgiens zwischen Vergangenheit und Zukunft.

 

Übersetzt bedeutet Tiflis, bzw. Tbilisi wie die Stadt bei den Georgiern heißt, so viel wie „Ort der Wärme“ oder „warme Quelle“. Diesen Namen verdankt die Stadt den an den Nordosthängen der Stadt gelegenen heißen Quellen. Die Schwefelquellen werden seit Hunderten von Jahren genutzt. Sie verströmen zwar einen beißenden und stinkenden Geruch, sollen aber bei Haut- und Gelenkbeschwerden helfen. Im Bäderviertel von Tiflis gibt es mehrere Badehäuser. Die bekanntesten Bäder sind das Königsbad, das 1893 erbaute Orbeliani-Bad sowie das Irakli-Bad, das älteste Bad von Tiflis.

 

Den wohl schönsten Blick auf Tiflis gibt es von der Narikala-Festung, die seit 1827 nur noch eine Ruine ist. Mit der Seilbahn geht es vom Rike-Park aus ganz nach oben auf dem Solaki-Gebirgskamm. Wer gut zu Fuß ist, kann natürlich auch laufen. Besonders bei Dunkelheit bietet die Festung einen herrlichen Anblick, denn dann werden ihre Mauern in hellem Licht angestrahlt.

 

Batumi: Las Vegas am Schwarzen Meer

Batumi ist der beliebteste Badeort in Georgien. Im Gegensatz zu vielen anderen Regionen des Landes ist Batumi schon voll auf Tourismus ausgerichtet. So findet sich hier ein umfangreiches Gastronomie- und Unterhaltungsangebot. Neue Clubs, Casinos und Hotels ragen neben den alten sozialistischen Plattenbauten in den Himmel und verleihen der Hafenstadt einen Hauch von Las Vegas. Batumi ist ein Ort der Gegensätze. Neben den vielen neuen Wolkenkratzern gibt es auch noch zahlreiche antike Gebäude und eine historische Altstadt mit verwinkelten Gassen. Geschätzt wird der Ort aber vor allem wegen seines guten Klimas – dank des Meeres sind die Winter mild und die Sommer lang – und der schönen Kiesstrände, an denen sich wunderbar relaxen lässt. Einen entspannten Strandtag kann man hier prima mit einem Sundowner am palmengesäumten Primorski Boulevard ausklingen lassen, bevor dann das bunte Nachtleben von Batumi erwacht. Wem der kitschig-prachtvolle Trubel in der Stadt zu viel wird, der findet im Mtirala-Nationalpark Erholung. Einen Besuch wert ist auch das Grüne Kap im Norden der Stadt. Im großen botanischen Garten wachsen auf 114 Hektar 3.270 einheimische Baumarten und von der Terrassenanlage an der Steilküste bietet sich ein schöner Blick über die Bucht von Batumi.

 

Herzliche Gastfreundschaft und außergewöhnliche Kulinarik

Köstliches Essen begleitet von gutem Wein, das ist ganz nach dem Geschmack der Georgier. Dazu die herzliche und großzügige Gastfreundschaft, sodass sich jeder Besucher willkommen fühlt und gar nicht mehr gehen möchte. Das sollte er auch nicht, bevor er sich nicht durch die vielfältige georgische Küche probiert hat. Kein anderes Land im Kaukasus ist so abwechslungsreich an Gerichten. Und das hat einen guten Grund: Aufgrund des besonderen Klimas – es gibt 12 verschiedene Klimazonen – wachsen in Georgien das ganze Jahr über unzählige Obst- und Gemüsesorten. Außerdem wird immer frisch gekocht. Eine Spezialität sind die Chinkali, georgische Teigtaschen, die sowohl mit Fleisch als auch mit diversen Gemüsesorten gefüllt werden. Eines der Nationalgerichte des Landes ist Mzwadi, georgisches Schaschlik. Ebenfalls empfehlenswert ist das Chatschapuri, zu Schiffchen geformtes Fladenbrot, das in der Mitte mit Butter, Käse und einem Spiegelei gefüllt wird.

 

 

 

Hamburg – Kutaissi

 

Abflug in Hamburg

Ankunft in Kutaissi

Montags und freitags

(ab 20.12.2019)

18:00 Uhr

0:55 Uhr

Abflug in Kutaissi

Ankunft in Hamburg

Montags und freitags

(ab 20.12.2019)

16:05 Uhr

17:30 Uhr

 

Alle Zeitangaben sind Ortszeiten. Änderungen vorbehalten. Buchbar sind die Flüge auf der Website von Wizz Air oder im Reisebüro.

 

Unsere Highlights:



Das Bäderviertel Abanotubani

Entspannung pur lässt sich im Bäderviertel Abanotubani in der Altstadt von Tiflis erleben.Hier gibt es zahlreiche Thermalbäder, die von heißen unterirdischen Schwefelquellen gespeist werden. Das Wasser hat eine Temperatur zwischen 37 °C und 47 °C und ist schwach mineralisiert.

Urgemütlicher Weinkeller

Toma’s Wine Cellar in Kutaissi ist ein familiengeführter Weinkeller. Wer die herzliche georgische Gastfreundschaft sowie hervorragende Weine und köstliches Essen genießen möchte, ist in diesem authentischen Gasthaus genau richtig.  

Höhlenkloster Dawit Garedscha

Der Besuch des Höhlenkloster Dawit Garedscha ist eine Zeitreise in die Vergangenheit. Das Kloster wurde im sechsten Jahrhundert gegründet und beeindruckt mit faszinierenden Fresken an den Höhlenwänden. Außerdem bietet sich von hier ein einzigartiger Blick bis zum Nachbarland Aserbaidschan.