Modern, lebendig, geschichtsträchtig und kulturell: Polens drittgrößte Stadt punktet mit Vielfalt und gilt nicht umsonst als „Paris an der Weichsel“.  Von den architektonischen Meisterwerken, über das pulsierende Leben in der Altstadt und hin zu kulinarischen Köstlichkeiten – Krakau hat seinen Besuchern viel zu bieten und ist das perfekte Ziel für die nächste Städtereise.  


Wer nach Krakau, polnisch Kraków, kommt, kann sich auf prächtige Bauwerke und eine Vielzahl an kulturellen Einrichtungen freuen. Egal ob Sightseeing, Shopping oder Party – Langeweile gibt es in dieser vielseitigen Metropole ganz sicher nicht. Längst gilt Krakau, mit seinen knapp 760.000 Einwohnern, als kulturelles und wissenschaftliches Zentrum Polens und heimliche Hauptstadt. Da die Stadt bisher weitestgehend von Zerstörungen verschont geblieben ist, finden sich hier eine Vielzahl an sehenswerten Bauwerken von der Gotik bis in die Neuzeit. 


Das Herz von Krakau: der Marktplatz

Auf dem Rynek Glowny, dem berühmten Marktplatz, spielt sich das Leben Krakaus ab. Mit seiner Fläche von fast 40.000 m² ist er einer der größten mittelalterlichen Plätze Europas. Durch das letzte erhaltene Stadttor der Krakauer Stadtmauer, das Florianstor, kann man den schönen Markt betreten, der viele prächtige Gebäuden beheimatet. Eines der Highlights ist die Marienkirche, eine beeindruckende römisch-katholische Basilika, die zu den Wahrzeichen der Stadt gehört. Zu jeder vollen Stunde erklingt ein Trompetensignal, als Erinnerung an einen Turmwächter, der von Tataren mit einem Pfeil tödlich getroffen wurde. Der Altar der Marienkirche, der vom berühmten Bildhauer Veit Stoß geschaffen wurde, lässt das Herz aller Kunstliebhaber höherschlagen. Mitten auf dem Hauptmarkt befinden sich auch die Tuchhallen, die kein Besucher verpassen sollte. 


Beeindruckende Renaissance-Architektur: die Tuchhallen 

In der Mitte des Hauptmarktes steht das wohl älteste Handelszentrum Krakaus – die Tuchhallen. Die „Sukiennice“ sind eines der bedeutendsten Bauwerke der Renaissance-Architektur in Mitteleuropa. Früher wurde in den vielen überdachten Kramläden vor allem Tuch aus Flamen und England verkauft. Heute kann man unter den Arkaden wunderbar flanieren und an den Ständen mit Kunsthandwerk und Souvenirs stöbern. Zahlreiche Café laden zu einer kleinen Verschnaufpause ein. 


Wawelhügel mit ehemaliger Königsresidenz 

Einen Besuch wert ist auch der der Wawelhügel, ein etwa 228 Meter hoher Hügel an der Weichsel. Hier steht die Wawel, eine riesige Burganlage, die früher als Residenz der polnischen Könige diente und zusammen mit der Altstadt zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört. Der Legende nach geht der Bau dieses Schlosskomplexes auf den Fürsten Krak zurück, der im 6. Jahrhundert einen in der Höhle unter dem Wawelhügel lebenden Drachen vertrieben haben soll. Es heißt, dass dieser auch der Begründer und Namensgeber der Stadt Krakau gewesen sei. Seit 1970 steht zur Erinnerung sogar ein Drache aus Metall auf dem Hügel. Ebenfalls auf dem Hügel befindet sich die sogenannte Wawel-Kathedrale, eine beeindruckende Bischofskirche.


Bedeutende Universität mit Botanischen Garten

Die Krakauer Universität Jagiellonska ist nach der Prager Universität die zweitälteste in Mitteleuropa. Über 100.000 Studenten studieren hier an 15 verschiedenen Fakultäten und machen Krakau damit zum wichtigsten Bildungszentrum Polens. Zu den ehemaligen Studenten gehören Persönlichkeiten wie etwa Nikolaus Kopernikus und Papst Johannes Paul II. Bei Besichtigungen werden Interessierte über den Campus und den Innenhof der Uni geführt. Hier stehen astronomische Instrumente von Kopernikus und der älteste Globus, auf dem Amerika abgebildet ist. Direkt an der Universität befindet sich ein wunderschöner Botanischer Garten, der gleichzeitig der älteste in Polen ist. Hier können Heilpflanzen und außergewöhnliche Blumen bestaunt werden.


Geschichtsträchtiges Krakau

Wer nach Krakau kommt, hat auch die Möglichkeit, mehr über die bewegte Geschichte der Stadt zu erfahren. Etwas abseits der Innenstatt steht die Fabrik von Oskar Schindler, wo heute ein Museum über das Leben der Beschäftigten der Fabrik informiert, die vor einer Deportation und Ermordung durch die Nationalsozialisten gerettet wurden. Unweit von Krakau befindet sich die Gedenkstätte und das Museum Auschwitz. Das ehemalige Vernichtungslager ist eines der wichtigsten Mahnmale des Holocausts und als solches auch Teil des UNESCO-Weltkulturerbes.  In verschiedenen Ausstellungen erinnert das Museum an die Verbrechen der Nationalsozialisten im Zweiten Weltkrieg. Bisher kamen rund 30 Millionen Besucher aus der ganzen Welt, um die Gedenkstätte zu besuchen. 


Kazimierz – das alternative Viertel

Kazimierz ist eines der spannendsten und angesagtesten Viertel Krakaus und unbedingt einen Besuch wert. Bevor es in die polnische Großstadt eingegliedert wurde, war das frühere jüdische Viertel eine eigenständige Stadt. Heute hat sich der Stadtteil zum Szeneviertel gewandelt. Es gibt hier eine bunte Mischung aus unabhängigen Galerien, ausgefallenen Geschäften, Vintage-Modeläden und Bars, die von trendigen Cocktaillounges bis zu Kneipen im Shabby-Chic-Stil reichen. Gleichzeitig ist in Kazimierz auch noch die Tradition lebendig. Und das Viertel wird durch eine Vielzahl von Synagogen geprägt. Besonders sehenswert ist die Alte Synagoge aus dem 16. Jahrhundert in der Szeroka-Straße. Wer mehr über die jüdische Kultur erfahren möchte, ist im Galicia Jewish Museum richtig. 


Kulinarisches Krakau

Die polnische Küche bietet zahlreiche Köstlichkeiten: von gefüllten Maultaschen hin zur typischen Krakauer Wurst. In der Altstadt lässt sich besonders gut schlemmen, hier haben viele Restaurants die typischen Spezialitäten auf der Speisekarte. Für den kleinen Hunger zwischendurch sind „Zapiekankas“ ein absolutes Muss – ein knuspriges, baguetteähnliches Gebäck mit Ketchup und Käse überbacken und einem Belag nach Wahl. Eine gute Adresse für diesen leckeren Snack ist das Endzior, ein kleiner Stehimbiss auf dem Neuen Platz, nur wenige Minuten zu Fuß vom Hauptmarkt entfernt ist.


Nachtleben: ein Abend in typischen Kellergewölben

Auch in Sachen Nachtleben hat Krakau einiges zu bieten. Die pulsierende Altstadt ist der perfekte Startpunkt für einen gelungenen Abend – hier reihen sich Bars und Kneipen aneinander. Viele der Lokale befinden sich unter der Stadt, in den für Krakau typischen Kellergewölben. Hier fließt das preisgünstige polnische Bier in Strömen. Wer auf eine lange Partynacht aus ist, sollte sich die Straße „Ulica Wielopole 15“ merken. Hier befindet sich einer der größten Clubs der Stadt – in der 3-stöckigen-Location werden die verschiedensten Musikrichtungen gespielt.


Hamburg – Krakau

 

 

Abflug in Hamburg

Ankunft in Krakau

Di, Do, Sa

08:20

09:55

 

Abflug in Krakau

Ankunft in Hamburg

Di, Do, Sa

06:20

07:55

Alle Zeitangaben sind Ortszeiten. Änderungen vorbehalten. Buchbar sind die Flüge auf der Website von Ryanair oder im Reisebüro.

Unsere Highlights



Krakau von unten

Ein Rundgang durch das unterirdische Museum ermöglicht es direkt unter dem Marktplatz, in das historische Krakau abzutauchen.   

Polnische Spezialitäten genießen

Beliebte traditionelle Speisen gibt es zum Beispiel im Restaurant Kuchnia u Doroty

Spektakuläre Salzmine

Die ehemalige Salzmine Wieliczka gehört zum UNESCO Weltkulturerbe und bietet einen wahrhaft spektakulären Anblick mit aufwendigen Statuen, Kronleuchtern und sogar einem See. Die salzhaltige Luft ist außerdem gut für die Gesundheit.