200.000 Bienen liefern neuen Airport-Honig

200.000 Bienen liefern neuen Airport-Honig

Warmes Wetter beflügelt sechs fleißige Völker – Engagement auch für Wildbienen

07.06.2018 -

Sechs Bienenvölker am Rande eines kleinen Waldstücks in der Nähe der Start- und Landebahnen von Hamburg Airport waren diesmal be-sonders fleißig: Flughafenimker Ingo Fehr konnte heute den ersten Honig dieses Jahres ernten – rund 120 Kilogramm haben die etwa 200.000 Bienen bislang gesammelt.

„Das warme und sonnige Frühjahrswetter, dazu die blühenden Blumen, Bäume und Sträucher ringsum sind genau das, was den Tieren gefällt“, sagt Ingo Fehr. Zum 19. Mal hat er seine Bienen in diesem Jahr am Flughafen auf die Reise ge-schickt. Immerhin macht jede von ihnen pro Tag etwa 40 Ausflüge in einem Ra-dius von anderthalb Kilometern. Dabei besucht sie rund 4.000 Blüten. Augen-zwinkernd rechnet er vor, dass seine kleinen Flieger damit täglich genauso viele Starts und Landungen absolvieren wie die großen Flieger hier am Airport im ganzen Jahr.

„Das Grün auf dem Flughafengelände, die Gärten, Parks und Gewässer in der Nachbarschaft bieten den Insekten reichlich Nahrung“, freut sich der Umwelt-ingenieur. Um den Honig gebrauchsfertig zu machen, muss er nun die gewon-nenen Waben „entdeckeln“, wie die Imker den Vorgang in der Fachsprache be-zeichnen. Dabei wird der Wachsdeckel, mit dem die Bienen den reifen Honig in den Waben verschließen, entfernt. Danach wird der Honig geschleudert, gesiebt und schließlich abgefüllt.


Kleine Biodetektive für gute Luftqualität
„Die Gesamtmenge eines Jahres reicht leider nicht aus, um den Honig zu ver-kaufen“, erläutert der Imker. „Er wird deshalb für kleine Präsente bei Empfängen und anderen Anlässen verwendet.“ Für den Flughafen bringen die kleinen Insekten noch einen weiteren Nutzen: Sie arbeiten quasi als Bio-Detektive. Denn der Honig, der von einem unabhängigen Institut untersucht wird, gibt neben den offiziellen Messungen einen guten Hinweis auf die Luftqualität. „Außerdem würden Bienen bei nennenswerter Luftbelastung nicht in ihre ‚Wohnungen’ zu-rückkehren, sondern unterwegs verenden“, so Ingo Fehr. „Bislang wurde uns in jedem Jahr eine einwandfreie Honigqualität bescheinigt. Das Ergebnis: Schad-stofffrei und von bester Qualität.“

Viele Möglichkeiten zum Schutz von Wildbienen
Ebenso wie die Honigbienen tragen auch Wildbienen in entscheidendem Maße zur Bestäubung von Blütenpflanzen bei. Insgesamt werden rund 80 Prozent aller Blütenpflanzen von Bienen bestäubt. Doch der Lebensraum für Wildbienen wird in der Stadt ebenso wie auf dem Lande immer kleiner. Wildbienen sind bei der Nahrungssuche viel wählerischer als Honigbienen und auf Pollen ganz be-stimmter Pflanzen angewiesen. Jedoch ist rund die Hälfte der über 560 ver-schiedenen Wildbienenarten, die in Deutschland leben, bedroht, einige sogar vom Aussterben. Gemeinsam mit Hamburg Airport startete deshalb bereits 2015 die Deutsche Wildtier Stiftung ein Projekt zum Schutz der Insekten im städtischen Raum. Zahlreiche zusätzliche „bienenfördernde“ Maßnahmen sind seitdem bereits am Flughafen entstanden, weitere sollen in den kommenden Jahren folgen. Dazu gehört unter anderem die Anlage von blütenreichen und wildbienenfreundlichen Blühstreifen, die Pflanzung heimischer Gehölze und standortgerechter Stauden ebenso wie die Anlage von hochwertigen Rohbo-denbereichen, wichtigen Totholzbeständen oder das Aufstellen von kleinen „Bienenhotels“. Eine der hölzernen Konstruktionen befindet sich auf dem obe-ren Deck des Parkplatzes P4, die andere auf der Terrasse des Airport-Verwaltungsgebäudes.

„Mit unseren Aktionen möchten wir zugleich die Anregung geben, dass jede und jeder mit einfachen Mitteln auch im eigenen, privaten Bereich zum Schutz der Bienen beitragen kann – sei es auf dem Balkon, im Vorgarten oder Schre-bergarten“, sagt Flughafenimker Ingo Fehr. „Eine gute Nachricht noch für alle, die möglicherweise etwas ängstlich sind: Die meisten Wildbienen stechen nicht!“

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