… dass Hamburg Airport 330.000 Quadratmeter Hauptvorfeld erneuert?

Das Hauptvorfeld ist das Herzstück der Flughafeninfrastruktur. In den vergangenen fünf Jahrzehnten sind über sechs Millionen Flugzeuge mit einem Gesamtgewicht von mehr als 290 Millionen Tonnen über diese Flächen gerollt. Die Maschinen werden hier betankt und beladen, Passagiere gehen an Bord. Zusätzlich sind Tankfahrzeuge, Busse, Kontrollwagen, Schlepper, Gepäckanhänger und rollende Treppen in dem Bereich unterwegs. Eine hohe Belastung, die eine grundhafte Erneuerung notwendig macht: Im ersten Abschnitt bis voraussichtlich Juli 2016 sind rund 59.000 Quadratmeter im südlichen Vorfeld- und Terminalbereich dran.

 

Insgesamt werden die Bauarbeiten in zehn zeitlich versetzten Abschnitten bis 2020 umgesetzt. Der Flugbetrieb kann dadurch mit kleinen Einschränkungen wie gewohnt weiterlaufen. Die Grundinstandsetzung des Hauptvorfelds umfasst die Erneuerung sämtlicher Leitungen, technischer Einrichtungen sowie der Oberfläche. Dazu gehört unter anderem auf einer Länge von 3,6 Kilometern der Austausch von Leitungen, die das Regenwasser abführen. Die modernen Leitungen gewährleisten, dass sich Grund- und Regenwasser nicht vermischen.

 

Im Zuge der Oberflächensanierung wird auch die Linienführung und Beschriftung – das so genannte Vorfeld-Layout – neu geordnet. Zudem setzt der Hamburger Flughafen ein neues Verkehrskonzept um, das unter anderem die Wegebeziehungen verbessert. Der Bodenverkehr wird so schneller und flexibler. Bisher herrscht auf dem Vorfeld des Hamburger Flughafens ein Einbahnstraßen-System: Von der Vorfeldkontrolle geführt, rollen die Flugzeuge auf insgesamt drei Spuren zu ihren Parkpositionen oder zur Startbahn. Das neue Verkehrssystem sieht vor, dass die Spuren künftig teilweise in zwei Richtungen berollt werden können.

 

Die Rundumerneuerung der zentralen Flughafeneinrichtung stellt eine große Aufgabe dar – doch die Investition lohnt sich. Die Maßnahmen verbessern die Logistik und sorgen für eine höhere Effizienz. Durch die verbesserte Flächenausnutzung im Rahmen des neuen Verkehrskonzepts verkürzen sich unter anderem die Umlaufzeiten der Flugzeuge: Sie benötigen weniger Zeit für das Rollen zu den Abflugpositionen. Das ist gut für die Umwelt und bedeutet weniger Triebwerkslärm sowie weniger CO2-Emissionen.

 

Weitere Informationen, Videos sowie einen Überblick über die Bauphasen gibt es hier.